Ceres-Award ist verliehen Der „Energielandwirt 2024“ kommt aus dem Emsland
Beim Wettbewerb „Ceres-Award“ ist Christoph Terhorst aus Walchum zum „Energielandwirt 2024“ gekürt worden. Das ist seine Reaktion.
Emsland - Christoph Terhorst aus dem emsländischen Walchum ist „Energielandwirt 2024“. Um den Ceres-Award des Fachmagazins Agrarheute hatten sich 180 Landwirte aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland beworben. Bei dem Wettbewerb geht es um gute wirtschaftliche Ergebnisse und innovative, nachhaltige Ideen bei der Unternehmensführung.
Terhorst hat sich in der Kategorie Energielandwirt gegen Thomas Andresen aus Schleswig-Holstein und Heinrich Gärtner aus Bayern durchgesetzt. Für den 36-jährigen Emsländer war die Auszeichnung eine Überraschung. Denn: „Alle Betriebe in der Schlussrunde waren stark – aber alle anders von ihrer Struktur und der Art, wie sie das Thema erneuerbare Energien anpacken.“ Von daher seien die Chancen schwer einschätzbar gewesen, die Freude über den Sieg dann umso größer: „Wir haben uns über den Finalplatz schon sehr gefreut.“ Gefeiert wurde in Walchum bereits spontan nach der Preisverleihung in Berlin mit den Nachbarn. Eine Veranstaltung für Familie, Mitarbeiter und andere, die beigetragen haben, wird noch folgen. Dafür will Terhorst die 1000 Euro Preisgeld auch verwenden.
Vision überzeugte
Die Aufmerksamkeit, die mit der Preisverleihung verbunden ist, möchte der Landwirt nutzen, um die Bedeutung von Biogasanlagen als Drehscheiben mit wichtiger Funktion hervorzuheben. Die Anlagen seien energieflexibel, könnten Output von Strom und Wärme über Gas bis Wasserstoff bieten und somit ein Bindeglied in der Energieversorgung der Zukunft sein. Bioenergie aus Reststoffen sei eine wichtige Säule im Energiemix . „Jede Form hat ihre Daseinsberechtigung. Wir alle müssen es gemeinsam schaffen“. Terhorst hat die Juroren durch seine Vision überzeugt. In der Pressemitteilung heißt es: „Der findige Landwirt zeigt, dass man auch als kleiner Betrieb mithalten kann“. Und die Jury erklärt: „Er hat seine Leidenschaft konsequent verfolgt und auf der grünen Wiese ein erfolgreiches Unternehmen geschaffen“.
Ceres-Award
Der Ceres-Award, der in diesem Jahr zum elften Mal verliehen wurde, gilt als hohe Auszeichnung in der deutschen Landwirtschaft. Gekürt wurden Gewinner in den Kategorien Ackerbauer, Energielandwirt, Junglandwirt, Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter und Unternehmerin. Die Sieger erhielten ein Preisgeld von 1000 Euro, der Gesamtsieger und Landwirt des Jahres, Rinderhalter Tobias Babel aus dem Allgäu, erhielt 20.000 Euro.
Gerade einmal fünf Hektar groß ist sein Betrieb, dennoch bewegt er einiges: „Man muss keinen großen Hof im Kreuz haben, um etwas anzufangen, man kann auch etwas klein anfangen und neu entwickeln“, beschreibt der Energielandwirt, der sich neben der Geflügelhaltung vor allem auf die Energieerzeugung konzentriert. In seiner Biogasanlage landet neben Festmist von Hühnern, Rindern und Pferden auch ein geringer Anteil Biomasse vom Feld. Neben Strom und Wärme liefert seine Biogasanlage vor allem Biomethan. Terhorst hat seine Biomethananlage für den Kraftstoffmarkt zertifizieren lassen und vertreibt seit neuestem seinen eigenen Kraftstoff unter dem Markennamen „Sprit aus Shit“.