Neuwahlen in Berlin Linkspartei bedingt wahlkampfbereit
Vorgezogene Bundestagswahlen wird es spätestens Ende März kommenden Jahres geben. Die Linkspartei im Kreis Aurich wurde davon etwas überrascht.
Aurich - Vor drei Jahren war Friedrich Albers der Direktkandidat der Linkspartei im Wahlkreis Aurich-Emden. Das geht nun nicht mehr, denn Albers gehört nun dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an.
Neu aufgestellt hat sich der Linken-Kreisverband Aurich für die Bundestagswahl im kommenden Jahr noch nicht. Das bestätigt Kreisvorsitzender Jörg Erlautzki auf Nachfrage unserer Redaktion. Daher sei es ein Problem, dass die Wahlen nun deutlich vorgezogen werden sollen. Geht es nach Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), wird der Bundestag Ende März neu gewählt. Geht es nach CDU und FDP, werden die Bürger bereits im Januar an die Wahlurnen gerufen.
Hoffen auf „Aktion Silberlocke“
Beide Varianten seien sportlich, so Erlautzki. Ursprünglich sei geplant gewesen, den Direktkandidaten der Linkspartei Anfang 2025 zu küren. Wer das sein könnte, stehe aber noch gar nicht fest. Der Kreisverband Aurich habe nur 62 Mitglieder, die alle ehrenamtlich arbeiten würden. Die Gründung des BSW sei dabei ein Aderlass gewesen, wenngleich sich das im Kreisverband Aurich weniger bemerkbar gemacht habe als anderswo.
Erlautzki ist realistisch bei den Erwartungen an das Wahlergebnis der Linkspartei. Derzeit stehen sie in den Umfragen bei rund vier Prozent, wären also im Bundestag nicht vertreten. Seine Hoffnung setzt der Kreisvorsitzende daher auf die „Aktion Silberlocke“. Dahinter verbirgt sich das Vorhaben der altgedienten Linken-Prominenten Gregor Gysi, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch, als Direktkandidaten anzutreten und drei Mandate zu holen. Auf diese Weise könnte die Fünf-Prozent-Hürde umgangen werden und die Linke würde wieder im Bundestag vertreten sein.