Droh-Mail in Leer Amok-Drohung an der Friesenschule – Polizei gibt Entwarnung
Eine Mail mit rechtsextremen Parolen und einer Amok-Drohung an der Friesenschule in Leer ist verschickt worden. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Bedrohungslage, nun wird der Verfasser gesucht.
Leer - Einen Amoklauf an der Friesenschule in Leer hatte am Wochenende ein noch Unbekannter angedroht. Am Sonntag, 10. November 2024, war um kurz vor 22 Uhr eine entsprechende E-Mail, die dieser Zeitung vorliegt, verschickt worden. Deren Inhalt: Rechtsextreme Parolen und Androhung von Gewalt. Das bestätigt auch ein Sprecher der Polizeiinspektion Leer/Emden auf Nachfrage.
Bereits kurze Zeit später an diesem Abend sei der Leiter der Friesenschule, Thomas von Garrel, gemeinsam mit der Polizei vor Ort gewesen, wie er in einer E-Mail an die Schulgemeinschaft, die uns ebenfalls vorliegt, schrieb. Die Mailadresse, mit der die Amok-Drohung verschickt wurde, gehöre demnach zu einem Schüler der Friesenschule. Aber: Dieser habe nichts mit der Mail zu tun, sondern sei wohl gehackt worden, betont jetzt die Polizei. „Wir haben sowohl mit dem Schüler als auch mit den Lehrern gesprochen und können ausschließen, dass er es war. Es sieht so aus, als sei die Mail von einem Unbekannten verschickt worden“, sagt der Polizeisprecher.
Polizei kann Bedrohungslage ausschließen und ermittelt
Die Beamten hätten schnell ausschließen können, dass es eine wirkliche Bedrohungslage an der Friesenschule gegeben hatte. Daher konnte der Schulbetrieb laut Polizei wie gewohnt am Montagmorgen fortgesetzt werden. „Der Landkreis Leer als Schulträger ist am Montagmorgen vom Schulleiter informiert worden – auch darüber, dass bereits die Polizei eingeschaltet worden war. Dass das Mailkonto des Schülers vermutlich gehackt wurde, ist auch unser Kenntnisstand“, schreibt Landkreissprecher Philipp Koenen auf Anfrage.
Nun ermittelt die Polizei zu diesem Fall und versucht herauszufinden, von welchem Computer die Droh-Mail versendet wurde. Der mutmaßliche Täter müsse sich dann wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten verantworten, so der Sprecher der Polizeiinspektion.