Derby in Meppen  Verletzter Janssen erwartet „ekeliges Spiel“ gegen Kickers Emden

| | 13.11.2024 15:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Über mögliche Meppener Treffer müsste Luca Prasse (links) am Freitag ohne Marek Janssen jubeln. Der Jemgumer fällt fürs Derby definitiv aus. Foto: IMAGO / Werner Scholz
Über mögliche Meppener Treffer müsste Luca Prasse (links) am Freitag ohne Marek Janssen jubeln. Der Jemgumer fällt fürs Derby definitiv aus. Foto: IMAGO / Werner Scholz
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Für den Fußball-Regionalligisten Kickers Emden steht am Freitag (19 Uhr) beim SV Meppen ein nächster Saisonhöhepunkt an. Der verletzte Jemgumer Marek Janssen ärgert sich besonders.

Meppen - Während sich der Hinteraner Luca Prasse am Mittwochmorgen kurz nach dem Gespräch auf den Weg zum 11-Uhr-Training machte, erzählte ein enttäuschter Jemgumer Marek Janssen vom bevorstehenden Besuch beim Physiotherapeuten. Die Stimmungslage bei Marek Janssen ist gerade bescheiden. Denn der 27-Jährige fällt fürs Derby am Freitag gegen Kickers Emden (19 Uhr) definitiv aus.

„Da gibt es bei mir leider keine Hoffnung, ich rechne mit einer Ausfallzeit von rund drei Wochen“, erzählte Janssen am Mittwoch. Beim 4:1-Auswärtssieg in Flensburg am Wochenende, als er für den SVM noch den Führungstreffer erzielte, zog er sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. „Die Schmerzen sind auszuhalten, aber es dauert halt seine Zeit.“

Das ärgert Janssen besonders

Der treffsicherste Meppener Angreifer (11 Tore) wird seiner Mannschaft von der Tribüne aus die Daumen drücken müssen. „Mir ist es eigentlich egal, ob es gegen Kickers oder Todesfelde geht. Mich ärgert mein Ausfall besonders, weil ich gerade auch in einer sehr guten Form bin und viele Tore geschossen habe“, so Janssen. Nicht nur bei ihm zeigt die Leistungskurve klar nach oben, sondern bei der gesamten Meppener Mannschaft. Nach einem schwächeren Saisonstart liegen die Emsländer mittlerweile punktgleich mit Kickers Emden mit 29 Zählern auf Rang vier, haben allerdings bei aktuell 12 Punkten Rückstand auf Tabellenführer TSV Havelse auch noch zwei Nachholspiele in diesem Jahr in der Hinterhand.

„Unsere Leistung in den letzten vier Spielen war schon sehr überzeugend. Daran wollen wir natürlich gegen Kickers anknüpfen“, hofft Janssen. Insgesamt stehen für den SVM in 2024 noch sechs Spiele an. Mit Kickers Emden , SV Drochtersen/Assel und BW Lohne sind die drei folgenden Partien gegen stärker platzierte Teams, danach folgen mit HSV II, Bremer SV und Eintracht Norderstedt vermeintlich schlagbare Gegner. „Es sind noch genug Spiele. Klar wollen wir alle gewinnen, vielleicht können wir den Rückstand auf Havelse noch etwas verkürzen“, so Janssen. Erst einmal steht aber das Derby gegen Kickers Emden an. Janssen, der von Henning Rießelmann, dem Sportlichen Leiter von Kickers Emden, betreut wird, möchte natürlich auf der Tribüne jubeln.

Janssen schaute sich Kickers öfter an

„Ich bin mir sicher, dass es ein sehr schweres und ekeliges Spiel für uns wird. Die Emder haben individuelle Klasse, gehören aus meiner Sicht zu den Top fünf Mannschaften, das habe ich auch schon vor der Saison gesagt. Vor allem bei Standards sind sie gefährlich“, berichtet Janssen, der eine Kickers-Partie im Stadion verfolgte und sich ansonsten auch schon mehrfach die Spiele im Livestream angesehen hat. Am Freitag steht Janssen erstmals in dieser Saison für Meppen nicht in der Startelf.

Bei Heimatbesuchen schauen Luca Prasse (links) und Marek Janssen gelegentlich auch mal im Ostfrieslandstadion vorbei. Hier ein Bild aus der letzten Spielzeit von der Partie gegen den SV Meppen II. Archivfoto: Doden/Emden
Bei Heimatbesuchen schauen Luca Prasse (links) und Marek Janssen gelegentlich auch mal im Ostfrieslandstadion vorbei. Hier ein Bild aus der letzten Spielzeit von der Partie gegen den SV Meppen II. Archivfoto: Doden/Emden

Die Familie und viele alte Schulfreunde aus Hinte hat Luca Prasse am Freitagabend nach Meppen eingeladen. Der zweite Ostfriese im Meppener Kader schwimmt ebenfalls gerade auf einer Erfolgswelle. Nach dem Trainerwechsel Anfang der Spielzeit von Adrian Alipour zum jungen Lucas Beniermann (34 Jahre) gab es auch eine veränderte Position für Prasse. Spielte er unter Alipour mehr defensiver, kann er sich jetzt wieder verstärkt im Offensiv-Bereich auf der rechten Außenbahn austoben.

Prasse über die neue Spielphilosophie

„Das passt für mich sehr gut. Die Spielphilosophie unseres Trainers ist viel Ballbesitz, damit komme ich sehr gut zurecht, ich fühle mich offensiv sehr wohl“, so Prasse, der nach Marek Janssen mit seinen sechs erzielten Toren zweitbester Schütze im Meppener Kader ist, sogar noch vor Stürmer Christopher Schepp (3 Tore). Zudem glänzte der 20-Jährige auch schon mehrfach als Vorlagengeber. Coach Lucas Beniermann kennt Prasse auch noch aus seiner Meppener Jugendzeit bei der U17, als Beniermann noch im Nachwuchs der Emsländer tätig war. „Dass es gegen Kickers nicht einfach wird, kennen wir ja schon aus dem Hinspiel. Wir müssen alles raushauen und eine top Leistung zeigen, dann kann es zu einem Sieg reichen.“

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