Amtsgericht Cloppenburg Friesoyther wird für häusliche Gewalt nicht verurteilt
Ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt gegen einen 37-jährigen Friesoyther wurde eingestellt. Verurteilt wurde der lediglich wegen Beleidigung von Polizisten.
Friesoythe/Cloppenburg - Eine üble häusliche Gewalt hat für einen Friesoyther keine Konsequenzen. Das Cloppenburger Amtsgericht stellte jetzt ein entsprechendes Verfahren gegen den 37-Jährigen ein. Verurteilt wurde der Angeklagte nur wegen Beleidigung von Polizisten: eine muss eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro zahlen.
Der Angeklagte hatte im April 2024 im Rahmen einer Auseinandersetzung mit seiner Lebensgefährtin auf der Sedelsberger Straße in Friesoythe diese in Anwesenheit der beiden kleinen Kinder in den Schwitzkasten genommen und die Frau geschlagen. Die Tat geschah auf öffentlicher Straße am Auto des Angeklagten.
Zeugen brachten die Kinder in Sicherheit
Zeugen der Tat hatten die Kinder in Sicherheit gebracht. Wenig später kam die Polizei. Der Angeklagte beschimpfte die Beamten als „Hurensöhne“. Bei den Vorfällen war der Friesoyther stark betrunken gewesen. Im Verfahren hat er alles zugegeben, sich bei allen entschuldigt. Er konnte nachweisen, sich in ein Anti-Gewalt-Training und eine Alkoholtherapie begeben zu haben.
Die Lebensgefährtin will ihm eine zweite Chance geben
Zum Verfahren wurde der Angeklagte begleitet von seiner Lebensgefährtin, die er so brutal geschlagen hatte. Die Frau will es mit dem Angeklagten noch einmal versuchen. Sie hat sich zwar räumlich getrennt, will ihm aber noch eine Chance geben. Die Frau will offenkundig die Familie retten. Und der Angeklagte will nach eigenen Angaben alles dafür tun, dass das klappt.
Und so konnte das Gericht das Verfahren wegen der häuslichen Gewalt einstellen, zumal die Frau auch keinen Strafantrag gestellt hatte.