Ostfriesen spielen auswärts Nach 4:22 Toren in drei Spielen wird’s für Leer wieder schwer
In der Fußball-Landesliga treten beide Ostfriesenteams am Sonntag auswärts an. Firrel ist weiterhin vom Verletzungspech verfolgt. Germania hat schon 16 Punkte Rückstand zur rettenden Zone.
Ostfriesland - In der Fußball-Landesliga startet am Sonntag die Rückrunde. GW Firrel ist beim BV Garrel zu Gast. Germania Leer reist nach 4:22 Toren in den letzten drei Spielen zu den Sportfreunden Niedersachsen (SFN) Vechta. Beide Partien beginnen um 14 Uhr.
Nach der Hälfte der Saison steht Grün-Weiß Firrel mit 22 Punkten auf dem neunten Platz. Der Abstand zu Spitzenreiter SV Holthausen/Biene beträgt zehn Punkte. Der Vorsprung auf den SSC Dodesheide auf dem ersten Abstiegsplatz beträgt acht Zähler. Trainer Bernd Grotlüschen spricht von einer durchwachsenen Hinserie. Dabei wurde das Minimalziel von 20 Punkten aber erreicht. „Wenn man sich die einzelnen Spiele betrachtet, war mehr drin, den einen oder anderen Punkt haben wir liegen gelassen. Das liegt auch daran, dass wir durch Verletzungen und Krankheit immer Rückschläge hatten. So war es auch letzte Woche gegen Papenburg, als wir im Vorfeld noch vier Spieler austauschen mussten“, so Grotlüschen.
Fragezeichen bei Grün-Weiß
Auch in Garrel muss er improvisieren. Beim 1:5 gegen Papenburg musste Felix Karius bereits in der ersten Halbzeit mit einem Außenbandriss ausgewechselt werden. Eine Woche zuvor hatte sich Julian Bennert beim 1:2 in Melle den Fuß gebrochen. Reinhard Grotlüschen, Henning Röbke und Jendrik Janßen, die gegen Papenburg fehlten, konnten unter der Woche immerhin wieder trainieren, sind aber noch fraglich.
„Da müssen wir noch abwarten. Wir werden aber alles daransetzen, in Garrel drei Punkte zu holen, zumal es bei der Enge in der Tabelle ganz schnell nach oben, aber auch nach unten gehen kann. Gegen einen erfahrenen Gegner der zuletzt gut gepunktet hat, wird das aber eine schwere Aufgabe“, so Grotlüschen. „Wir wollen die letzten drei Spiele vor der Pause vernünftig gestalten. Jetzt heißt es, noch dreimal die Ärmel hochzukrempeln“, so der GW-Coach.
Colak hofft auf Besserung
Beim VfL Germania Leer hatte man sich die Hinrunde komplett anders vorgestellt. Mit nur zwei Punkten steht der Aufsteiger abgeschlagen am Tabellenende. Der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den der nächste Gegner aus Vechta belegt, beträgt 16 Punkte. In erster Linie hat die miserable Bilanz personelle Gründe. Zahlreiche Stammspieler verließen den Verein kurzfristig, und Neuzugänge, die bereits zugesagt hatten, kamen doch nicht. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, in der kaum ein Spieler höherklassig gespielt hat. Das macht sich bei der hohen Qualität in der Landesliga bemerkbar. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist aber keine Option. Wir machen weiter und wollen die letzten drei Spiele in diesem Jahr so gut wie möglich bestreiten“, so Germania-Coach Erhan Colak. „Die vielen Niederlagen sind schon frustrierend, aber die Jungs bleiben bei der Stange und irgendwann werden wir uns auch mit einem Sieg belohnen. Wir waren ein paarmal nah dran, auch gegen Mannschaften von oben zu punten. Am Ende haben nur Kleinigkeiten gefehlt, oder wir haben uns durch individuelle Fehler selbst geschadet“, so Colak weiter.
Für das Duell in Vechta sieht der Germania-Coach die Rollen klarer verteilt als noch am ersten Spieltag. „Vechta ist ein starker Aufsteiger der sich in der Landesliga zurecht gefunden hat. Dennoch sind die Chancen dort etwas zu holen größer als zuletzt in Mühlen. Wir müssen insgesamt stabiler stehen und noch besser gegen den Ball arbeiten. Wir werden alles geben um ein Erfolgserlebnis einzufahren“, so Colak. Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Der Coach kann aber auf die Unterstützung aus der zweiten Herren bauen.