Auricher Altstadtsanierung  Linke fordert Neupflasterung des Marktplatzes

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 21.11.2024 15:03 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Pflastersteine stehen hervor, die Fugen sind groß: Eine Gefahr für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen. Foto: Romuald Banik
Pflastersteine stehen hervor, die Fugen sind groß: Eine Gefahr für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen. Foto: Romuald Banik
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Die Markthalle wird umgebaut, die Fußgängerzone ist saniert. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, den Marktplatz neu zu pflastern, meint die Linke.

Aurich - Seit mindestens zehn Jahren wird Ratsherr Hendrik Siebolds (Linke) nicht müde, eine Sanierung des Auricher Marktplatzes zu fordern. Nun wagt seine Fraktion mit einem Antrag einen neuen Anlauf. Sie fordern, im Haushalt für das kommende Jahr Geld bereitzustellen, damit die Planung für die Neupflasterung sowie eine Kostenschätzung vorgenommen werden können.

Es sei jetzt der geeignete Zeitpunkt, schreibt Siebolds in dem Antrag. Die Fußgängerzone sei neu gepflastert und möbliert worden. Auch die Altstadtstraßen mit Fußwegen seien, mit Ausnahme des Georgswalls, in den vergangenen Jahren saniert worden. „Demgegenüber ist der Marktplatz nicht funktionstüchtig und nicht verkehrssicher“, heißt es in dem Antrag. Das holprige Pflaster mit groben Granitsteinen und großen Fugen stelle eine erhebliche Gefahr für die Nutzer dar. Das gelte insbesondere für Menschen mit körperlichen Behinderungen wie Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren. Auch Eltern mit Kinderwagen hätten es schwer auf dem Marktplatz.

Seit elf Jahren wird über den Marktplatz diskutiert

Außerdem sei das Pflaster schwer zu reinigen und mittlerweile unansehnlich. Viele der Granitplatten seien gebrochen. Mit der Fertigstellung der Markthalle im kommenden Jahr sei der geeignete Zeitpunkt gekommen, endlich das Marktplatzpflaster zu ersetzen. Eine Neupflasterung könnte zudem auch Vorkehrungen für die verschiedenen Nutzungen des Marktplatzes umfassen. Dazu zählen laut Siebolds zum Beispiel Kabelschächte für Feste und den Wochenmarkt oder Bodenhülsen für Sonnenschirme.

Einige Granitplatten sind im Laufe der Zeit gebrochen. Foto: Romuald Banik
Einige Granitplatten sind im Laufe der Zeit gebrochen. Foto: Romuald Banik

Schon vor elf Jahren wurde die Neugestaltung des Marktplatzes zusammen mit der Auricher Fußgängerzone in den städtebaulichen Rahmenplan für die Altstadtsanierung aufgenommen. Der damalige Stadtbaurat Tilman Petters nannte die Neugestaltung seinerzeit im Gespräch mit unserer Redaktion ein „langfristiges Ziel“. Und der damalige Vorsitzende des Auricher Sanierungsausschusses, CDU-Ratsherr Johann Bontjer, und seine Ausschusskollegen Johann de Vries (SPD) und Bodo Bargmann (damals AWG, heute CDU) begrüßten das Vorhaben grundsätzlich.

Letzte Umgestaltung war Ende der 1980er-Jahre

Daraus geworden ist bekanntlich nichts. Vor einem Jahr hatte Siebolds schon einmal das Thema angesprochen. Im November vorigen Jahres legte Mirko Wento (damals Stadtplaner, heute Stadtbaurat) nahe, dass die Linksfraktion zunächst im kommenden Bauausschuss einen Prüfantrag für die Verwaltung stellen solle. Dieser Antrag liegt nun vor. Er wird in der nächsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am Donnerstag, 28. November, beraten. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Energie-Erlebnis-Zentrum in Sandhorst.

In den späten 1980er-Jahren wurde der Marktplatz zuletzt umgestaltet. Damals wurde die Tiefgarage gebaut und die neue Pflasterung verlegt. Diese musste allerdings noch einmal teilweise erneuert werden, da die zunächst verwendeten Platten sich als zu dünn erwiesen hatten und schnell brachen. Schließlich kam noch die Markthalle hinzu, die ab 1990 errichtet wurde.

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