Frauen-Oberliga SpVg Aurich lässt im zwölften Spiel erstmals Punkte liegen
Bitter: Nachdem die Auricher Fußballerinnen in Varel den 2:2-Ausgleich kassiert hatten, wurde nicht einmal mehr angepfiffen. Klassengefährte SV TiMoNo durfte dagegen drei Punkte bejubeln.
Ostfriesland - Unterschiedlich fiel der Ertrag der beiden ostfriesischen Teams in der Frauen-Oberliga aus. Während der SV TiMoNo einen mehr als verdienten Sieg in Varel beim TuS Büppel einfuhr, büßte die Sportvereinigung Aurich bei Blau-Weiß Hollage erstmals in dieser Saison Punkte ein. Sie kam über ein 2:2-Unentschieden nicht hinaus.
TuS Büppel – SV TiMoNo 1:3 (0:1)
Ganz früh zeigte Marike Hebig bei zwei großen Gelegenheiten Nerven und scheiterte an Büppels Torfrau Lena Wilkens. Zwischen beiden Chancen blieb auch der Heimelf ein möglicher Treffer versagt. Schiedsrichterin Emma Schröder verhängte nach einer Viertelstunde einen Strafstoß, als Hebig rüde von den Beinen geholt worden war. Fabia Feekens Ausführung geriet zu hoch und endete an der Latte – dahin war die Chance, noch mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Doch nach einem Doppelpass zwischen Lea Siemens und Hebig kam Erstere frei vor dem Kasten an den Ball und hatte keine Mühe zu vollenden.
Direkt nach Wiederbeginn wurde Larissa Jetses im Strafraum von Siemens herrlich bedient, vergab aber in aussichtsreicher Position. Wenig später überlief Siemens spielerisch leicht die gegnerische Abwehr und schob aus spitzem Winkel von rechts ein. Als Jana Frieling einen Stellungsfehler der TiMoNo-Abwehr ausnutzte und über die rechte Seite kommend ins lange Eck traf, war für neuerliche Spannung gesorgt. Die Umstellung auf ein 4:3:3, einhergehend mit der Einwechslung von Anneke Kampen, sorgte schließlich für das ausschlaggebende Übergewicht TiMoNos. Die Genannte sorgte für neuen Schwung und hatte zweimal Pech bei Pfostenschüssen – einmal half der böige Seitenwind dem Heimteam (90.). Als Kampen in der vorletzten Minute zum 1:3 traf – das Tor fiel nahezu deckungsgleich wie das 0:2, nur über die linke Seite –, war die Partie entschieden.
Die Gäste feierten völlig verdient einen in der Höhe zu niedrig ausgefallenen Sieg und können durchaus zufrieden in die lange Winterpause gehen.
TiMoNo: Bennen; Schlegel, Rehbock (65. Schwarzer, 92. Ammermann), Eden, Hebig (90. Soons), Siemens, Feeken (58. Kampen), Hasnik, Jetses, Borde, Wallbaum.
Tore: 0:1 und 0:2 Siemens (30. und 48.), 1:2 Frieling (53.), 1:3 Kampen (89.).
BW Hollage – SpVg Aurich 2:2 (1:1)
Die Sportvereinigung Aurich musste sich im Auswärtsspiel mit einem 2:2 nach einem spät gefallenen Ausgleich begnügen. Sie belohnte sich letztlich nicht für den nach frühem Rückstand betriebenen Aufwand.
Die Führung der Gastgeberinnen fiel bereits in Minute fünf nach einem Ballverlust im Mittelfeld durch Hannah Richter – allerdings aus abseitsverdächtiger Position. „Zwar hat Hollage spielerisch an Glanz verloren, doch hat es kämpferisch eine Schippe draufgepackt“, skizzierte Aurichs Co-Trainer Tammo Pfeiffer, „und die Offensivaktionen waren gefährlich. Wir waren vor der Pause nicht gut im Spiel. Zwar wurde der Ball nach Verlust oft schnell wieder erkämpft, doch ebenso schnell wieder hergeschenkt.“ Ein Doppelpass nach einer kurzen Ecke bescherte Ana-Carolin Hoffmann einen erfolgreichen Abschluss ins lange Eck.
Nach dem Wechsel wurde die Sportvereinigung optisch überlegener, musste sich jedoch vor dem schnellen Umschaltspiel Hollages in Acht nehmen, das öfters bis zum Strafraum kam, aber selten zwingend hinein. Es dauerte bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit, ehe Teresa Frizberg einen Pass auf die sie hinterlaufende Lara Frisch spielte. Deren Flanke von der linken Seite zu verwerten bereitete Hoffmann dann keinerlei Mühe. Blau-Weiß investierte nun noch mehr und wurde dafür belohnt, als Emma Richter in der vierten Minute der Nachspielzeit den nach einem Handspiel fälligen Freistoß an der Mauer vorbei im Auricher Gehäuse unterbrachte. Schiedsrichterin Annika Holtvogt pfiff die Begegnung danach nicht wieder an.
Tammo Pfeiffer resümierte: „Das Spiel war nicht von großen Torchancen geprägt und wir haben viel für die Defensive tun müssen. Ein 1:1 wäre in Ordnung gewesen. Doch nach unserer Führung hätten wir wacher sein müssen, um den Ausgleich zu verhindern. Das darf nicht mehr passieren.“
Aurich: Götz; Mathes, Hankl, Brühl, Kersten, Minne (58. Frizberg), Hoffmann (90. Musal), Assing (85. Frisch), Okoroh, Rewohl, Wunder (69. Frisch).
Tore: 1:0 H. Richter (5.), 1:1 und 1:2 Hoffmann (20. und 86.), 2:2 E. Richter (94.).