Hamburg Besser einschlafen: Macht duschen am Abend wach oder müde?
Vor dem Schlafengehen noch einmal unter die Dusche, das kann sich gut anfühlen. Aber ist der Zeitpunkt am Abend richtig gewählt? Diese Auswirkungen hat die Routine auf das Einschlafen und die Schlafqualität.
Noch kurz duschen und dann wohlduftend und sauber ins Bett. Aber welche Effekte hat das Duschen vor dem Schlafengehen eigentlich auf die Schlafqualität?
Eine Studie der „University of Texas“ in den USA, die Erkenntnisse aus mehreren Forschungsprojekten zusammenfasst, beschreibt tatsächlich positive Effekte des Duschens auf den Schlaf.
Die schlaffördernde Wirkung ist laut Studie auf die passive Erwärmung des Körpers zurückzuführen. Die Muskeln entspannen sich und durch die bessere Durchblutung breitet sich die Wärme auch in Hände und Füße aus. Ein allgemeines Wohlgefühl entsteht.
Diese Wärme ermöglicht nicht nur ein schnelleres Einschlafen, sondern erhöht die Schlafeffizienz, die subjektive Schlafwahrnehmung und die Gesamtschlafzeit. Den besten Effekt hat eine Dusche circa ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen, dann kann zum Beispiel die Einschlafzeit bis zu zehn Minuten verkürzt werden, so die Forscher. Die ideale Wassertemperatur für Dusche oder Bad liegt zwischen 40 und 42 Grad.
Schlafforscher Hans-Günter Weeß betont im Gespräch mit dem „Südwestrundfunk“ (SWR), dass zum guten Schlaf Entspannung auf der gedanklichen, emotionalen und körperlichen Ebene nötig sei. Wärme durch Wasser wirkt sich auf die körperliche Ebene aus.
Der Experte empfiehlt als Alternative zur Dusche Bettsocken oder eine Wärmeflasche. Aber Achtung: Obwohl die optimale Wärme schlaffördernd ist, ist Hitze im Sommer wiederum schlecht für den Schlaf. Auch bei trockener Haut bietet sich das abendliche Duschen an, weil sich so die sensible Haut im Schlaf ohne zusätzliche Reibung erholen kann.