Einsatz in Wiesmoor  Das steckt hinter der Bombendrohung bei Bohlen & Doyen

| | 27.11.2024 18:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Dienstagnachmittag wurde das Bauunternehmen Bohlen & Doyen in Wiesmoor aufgrund einer Bombendrohung geräumt. Foto: BoDo
Am Dienstagnachmittag wurde das Bauunternehmen Bohlen & Doyen in Wiesmoor aufgrund einer Bombendrohung geräumt. Foto: BoDo
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Am Dienstagnachmittag wurde das Bauunternehmen Bohlen & Doyen in Wiesmoor aufgrund einer Bombendrohung geräumt. Der Polizeieinsatz wurde schnell abgebrochen. Was steckt dahinter?

Wiesmoor - Was genau steckt hinter der Bombendrohung beim Wiesmoorer Bauunternehmen Bohlen & Doyen (BoDo) und dem Polizeiaufgebot? Das Gebäude war am Dienstag, 26. November 2024, geräumt worden. Das Rätsel löste einen Tag nach dem Vorfall eine Sprecherin des BoDo-Mutterkonzerns, der Friedrich Vorwerk Unternehmensgruppe in Tostedt (Landkreis Harburg). Dort war nach Angaben von Rica Achterberg eine Mail mit einer Bombendrohung eingegangen.

„Die Angaben darin waren aber so vage, dass wir vorsorglich alle Standorte räumen lassen haben“, so Achterberg. Doch schnell sei von der Polizei Harburg Entwarnung gekommen: Die stufte das Schreiben als unglaubwürdig ein und die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe konnten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Der Hintergrund laut Achterberg: Laut Polizei sei ein Schreiben mit demselben Wortlaut auch bei anderen Unternehmen eingegangen.

Auch Fake-Drohungen können teuer werden

In Wiesmoor wurde die Polizei nach Angaben eines Sprechers gegen 15.30 Uhr über die Drohung informiert. Mit mehreren Streifenwagen und rund zehn Beamten rückte die Polizei zum BoDo-Standort nach Wiesmoor aus. Als herauskam, dass es sich um falschen Alarm gehandelt habe, sei der Einsatz aber schnell abgebrochen worden. Am Standort der Unternehmensgruppe in Tostedt bei Hamburg war die Bombendrohung laut Polizei Harburg gegen 14.30 Uhr eingegangen.

Ähnliche Fake-Bombendrohungen häufen sich in letzter Zeit. Erst am 25. November 2024 hatte die Lise-Meitner-Schule in Stuhr im Landkreis Diepholz eine Bombendrohung per Mail erhalten und war einen Tag lang evakuiert worden. Zwei Monate zuvor, am Dienstag, 24. September 2024, war eine Bombendrohung gegen die Sparkasse in Norden über soziale Netzwerke eingegangen. Auch gegen den Kramermarkt in Oldenburg hatte es Anfang Oktober 2024 zwei Bombendrohungen über soziale Netzwerke gegeben.

Bei den Drohungen in Norden und Oldenburg konnten die Verfasser der Nachricht bereits ermittelt werden. Mit derartigen Drohungen erfüllten Täter einen Straftatbestand, der sich „Störung des öffentlichen Friedens“ nenne und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden könne. Ebenso hätten sie damit zu rechnen, dass sie die Kosten des Einsatzes zu tragen haben, hieß es aus dem Polizeikommissariat in Weyhe, das zur Drohung in Stuhr ermittelt.

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