Deutschland  Diese Weihnachtspflanzen sind für Ihren Hund oder Ihre Katze giftig

Lisa Höhler
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Von Lisa Höhler
| 30.11.2024 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Weihnachtssterne sollte man außer Reichweite von Haustieren bringen - sie sind für diese giftig. Foto: Imago/Depositphotos
Weihnachtssterne sollte man außer Reichweite von Haustieren bringen - sie sind für diese giftig. Foto: Imago/Depositphotos
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Weihnachtssterne, Mistelzweige und Amaryllis sorgen für festliches Flair – doch viele beliebte Weihnachtspflanzen enthalten Giftstoffe, die für Hunde und Katzen gefährlich sind. So schützen Sie Ihren Vierbeiner in der Weihnachtszeit.

Festlich geschmückte Wohnungen mit dekorativen Pflanzen bringen uns in Weihnachtsstimmung, doch für Haustiere können sie zu Vergiftungen führen. Denn viele beliebte Weihnachtspflanzen enthalten Giftstoffe, die für Hunde und Katzen Risiken bergen. Welche Pflanzen besonders problematisch sind, woran Sie eine Vergiftung erkennen können und wie Sie Ihr Zuhause in der Weihnachtszeit sicher gestalten können, erfahren Sie hier.

Besonders gefährlich am Weihnachtsbaum sind die Tannennadeln. Auch wenn Ihr Haustier wahrscheinlich nicht direkt die Nadeln vom Baum frisst, sind abgefallene Nadeln, die in Futter- und Trinknapf landen, ein Problem. Sie enthalten ätherische Öle und können dadurch Leber- und Nierenschädigungen hervorrufen. Zudem können sich Tiere an den spitzen Nadeln verletzen.

Deshalb sollte der Napf möglichst nicht in der Nähe des Weihnachtsbaumes stehen. Achten Sie darauf, dass Ihr Tier nicht das Wasser aus dem Baumständer trinkt, da dieses oft mit Pestiziden belastet ist.

Mistelzweige sind eine beliebte Weihnachtsdekoration. Doch für Haustiere sind Misteln Zellgift, denn sie enthalten unter anderem Viscotoxine, mit denen die Pflanze sich selbst gegen Fressfeinde schützt. Für Tiere wie Hunde und Katzen kann es beim Verzehr zu Erbrechen, Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, Atembeschwerden und Dehydration kommen.

Stechpalmen werden grundsätzlich als mäßig giftig eingestuft, jedoch erhalten ihre Blätter sowie die Beeren Urolsäure und Polyphene, die besonders in großen Mengen riskant sind. Ihre Aufnahme kann zu Durchfall, Erbrechen und Apathie führen.

Stechpalmen sind vor allem für Hunde gefährlich, bei größeren Mengen können sie zu tödlichen Vergiftungen führen. Auch die Stacheln der Blätter können zu Verletzungen an Maul, Zunge und Speiseröhre führen.

Bei Kleintieren führen Weihnachtssterne zu tödlichen Vergiftungen. Aber auch für Hunde und Katzen ist die Pflanze nicht ungefährlich. Beim Verzehr kann es zu Erbrechen, Appetitverlust und depressiven Verstimmungen kommen. Nach ihrem Verzehr reicht es aber oft aus, dem Tier einige Stunden kein Futter bereitzustellen. Klingen die Symptome nicht nach ein paar Stunden ab, sollten Sie zur Sicherheit eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Amaryllis sind sehr gefährlich für Haustiere. Alle Teile der Pflanze wirken bei Hunden und Katzen toxisch. Besonders bei Katzen kann es schon bei geringer Aufnahme zu schweren bis hin zu tödlichen Vergiftungen kommen. Selbst dann, wenn nur das Wasser aus der Vase getrunken wurde.

Aber auch für Hunde geht eine Gefahr von der Pflanze aus, bei ihnen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Erste Anzeichen nach dem Verzehr einer giftigen Pflanze können Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss und apathisches Verhalten sein. Auch ungewöhnlichere Symptome wie Zittern, Atemnot und Schwellungen im Mundbereich sollten Sie ernst nehmen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Haustier vergiftet sein könnte, ist schnelles Handeln sehr wichtig. Denn dann sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis aufsuchen. Wenn möglich empfiehlt es sich, ein Stück der verzehrten Pflanze mitzunehmen. So helfen Sie dem Tierarzt das Gift schneller zu identifizieren und die richtige Behandlung einzuleiten.

Tipp: Speichern Sie im Vorfeld die Nummern von Tiernotdiensten in der Umgebung ab, diese sind im Ernstfall 24-Stunden erreichbar.

Wenn eine stimmungsvolle Dekoration trotzdem nicht fehlen soll, gibt es zum Glück sichere Alternativen, die die Wohnung genauso festlich wirken lassen.

Künstliche Pflanzen können z.B. eine stilvolle Lösung bieten. Auch Tannenzapfen, Holzsterne und dekorative Elemente aus Stoff und Filz sind eine kreative Möglichkeit Ihr Zuhause tierfreundlich zu gestalten.

Wer nicht auf echte Pflanzen verzichten möchte, sollte giftige Pflanzen unzugänglich für Haustiere aufstellen oder besser auf ungiftige Alternativen zurückgreifen.

Hier können verschiedene Palmenarten zum Einsatz kommen wie zum Beispiel die Berg-, Kentia- und Goldfruchtpalme. Aber auch Zimmertannen und Calathea-Pflanzen sind unbedenklich.

Unechte und echte Pflanzen, die eigentlich nicht zur Weihnachtsoptik passen, können mit Lichterketten und Weihnachtskugeln weihnachtlich gestaltet werden.

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