„Totengräber der Demokratie“  Antifaschisten mobilisieren gegen AfD-Treffen in Westoverledingen

Henrik Zein
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Von Henrik Zein
| 13.12.2024 11:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Antifaschistische Aktion Nord beteiligt sich am Sonntag ebenfalls an den Protesten gegen ein AfD-Treffen in Westoverledingen. Symbolfoto: Mirgeler/DPA
Die Antifaschistische Aktion Nord beteiligt sich am Sonntag ebenfalls an den Protesten gegen ein AfD-Treffen in Westoverledingen. Symbolfoto: Mirgeler/DPA
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Im Oberledingerland regt sich Widerstand gegen ein geplantes AfD-Treffen in Westoverledingen. Verschiedene Gruppen, darunter jetzt auch die Antifaschistische Aktion Nord, mobilisieren zum Protest.

Westoverledingen/Ostrhauderfehn - Im Oberledingerland formiert sich erheblicher Widerstand gegen ein bevorstehendes Treffen der Alternative für Deutschland (AfD), das für kommenden Sonntag, 15. Dezember 2024, in der Kanalstraße in Westoverledingen geplant ist. Die Antifaschistische Aktion Nord (AAN), Kommando Simone Segouin, hat am Donnerstag in einer Mitteilung dazu aufgerufen, ein starkes Zeichen gegen die AfD zu setzen. „Wir können nicht zulassen, dass rechtspopulistische Ideologien in unserer Gemeinde Fuß fassen“, erklärt der Ostrhauderfehner Roger Miller, Sprecher der Antifaschistischen Aktion Nord, die sich den Protesten gegen das AfD-Treffen anschließen wird. „Es ist unsere Pflicht, für demokratische Werte einzustehen und gegen Extremismus aufzustehen.“

Die AfD Ostfriesland will an diesem Sonntag in der Gemeinde Westoverledingen zunächst ab 14.30 Uhr ihre Bewerber für den Bundestagswahlkreis 24 (Aurich/Emden) küren und ab 16.30 Uhr auch die Delegierten für den Landesparteitag wählen. Das Treffen findet in einem Privathaus an der Kanalstraße statt. Roger Miller erklärt: „Wir werden diesen Gestalten am kommenden Sonntag einen sehr warmen Empfang bereiten. Wir werden es nicht zulassen, das diese Totengräber unserer Demokratie sich hier breit machen.“

Demo ist von 13.30 bis 15 Uhr

Bereits am Mittwoch, 11. Dezember 2024, hatte das Leeraner Bündnis für Demokratie und Vielfalt mitgeteilt, gegen das AfD-Treffen zu protestieren. Die Demo soll demnach in der Zeit von 13.30 bis 15 Uhr an der Rajenstraße/Ecke Kanalstraße stattfinden. Versammlungsleiterin Katharina Birch vom Leeraner Bündnis rechnet mit mindestens 50 Demo-Teilnehmern. „Eventuell kommen auch bis zu 100 Personen. Wir nutzen unser Recht auf Meinungsfreiheit“, sagte Birch.

Das Leeraner Bündnis machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass „die gesamte AfD als gesichert rechtsextremistischer Verdachtsfall gilt und dass bereits mehr als 50 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern, dass ein AfD-Verbotsverfahren eingeleitet werden sollte. „Eine Gruppe von 113 Abgeordneten verschiedener Parteien hat einen ,Antrag auf Entscheidung des Deutschen Bundestages über die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD‘ vorgelegt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die am Protest teilnehmende Gruppe „Omas gegen Rechts Leer – Landkreis und Stadt“, die ebenfalls Teil des Leeraner Bündnisses ist, setzt sich auch für ein Parteiverbot ein. Und auch Roger Miller macht deutlich: „Wir werden keine Ruhe mehr geben, bis auch der letzte Anständige begreift, dass die AfD eine Partei ist, die unsere Demokratie abschaffen möchte.“

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