Neuer Kalender  Blick in eine längst vergessene Auricher Kneipe

Karin Böhmer
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Von Karin Böhmer
| 14.12.2024 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Almuth Maaß hat wieder zwölf Motive aus der Auricher Vergangenheit mit aktuellem Bezug ausgewählt und zum Kalender zusammengestellt. Foto: Karin Böhmer
Almuth Maaß hat wieder zwölf Motive aus der Auricher Vergangenheit mit aktuellem Bezug ausgewählt und zum Kalender zusammengestellt. Foto: Karin Böhmer
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Der Kalender „Aurich in alten Ansichten“ schließt die Bahnhofsgaststätte der Kleinbahn noch mal auf. Auch ansonsten hat Almuth Maaß viele Motive von früher gefunden, die sich gerade wieder verändern.

Aurich - Es ist eine längst vergessene urige Kneipe. Almuth Maaß kennt sie noch als Kind. Da lag die Bahnhofsgaststätte der Auricher Kleinbahn aber schon in den letzten Zügen. Der Kalender „Aurich in alten Ansichten“, den Maaß alljährlich aus ihrem reichen Foto- und Postkartenfundus bestückt, zeigt die Gaststätte in ihrer guten Zeit, 1910. Auf dem Tresen stehen zwei große Vitrinen. Die eckigen Tische sind mit weißen Decken, einigen Untersetzern und Zuckerstreuern bestückt. Fahrpläne und Bierwerbung hängen an der Wand. Ein junger Mann hinter dem Tresen und ein älterer in der Ecke bevölkern die Szene.

Nicht nur auf dem Monatsblatt November sind Fotos aus Aurichs Vergangenheit zu sehen. Maaß wählt alle Motive zusammen mit Rolf-Werner Blesene als Verleger alter Postkarten und Ostfrieslandspiele immer so aus, dass Auricher Orte zu sehen sind, an denen sich gerade etwas verändert. Nun mag sich am Gebäude der früheren Kleinbahn gerade nichts verändern. Beim Auricher Traum der Bahnreaktivierung geht es aber wieder um einen Personenbahnhof.

Bild der Ostertorkreuzung tröstet vielleicht auch in heutiger Zeit

Ein weiteres Motiv in dem Kalender ist beispielsweise die Ostertorkreuzung. Da wird zwar aktuell nicht gebaut. Aber viele Auricher erinnern sich noch gut an die Großbaustelle in der Fockenbollwerkstraße in den vergangenen Jahren. Vielleicht tröstet es sie, wenn sie das kapitale Loch sehen, das 1970 in dem Bereich klaffte. Auch zu sehen das Königliche Bezirkskommando an der Emder Straße, Ecke Extumer Weg. Dieses Gebäude wurde gerade erst von der Staatsanwaltschaft verlassen und bekommt nun neue Mieter. Ebenfalls zu sehen ist das Gebäude der Ostfriesischen Landschaft aus der Vogelperspektive. Heute sind auf dem Platz davor die Becken des „Oll Haven“ zu sehen. Sie sollen bald verschwinden.

Die Postkarte vom Kreiskrankenhaus Sandhorst zeigt die Krankenhausinfrastruktur der 1950er-Jahre. Inzwischen rollen Baufahrzeuge in Uthwerdum, um die Zentralklinik zu errichten. Abgerundet wird das Bild von Aurich durch mehrere Blicke in die belebten Innenstadtstraßen und auf mehrere Villen, die nun teils frisch renoviert sind.

Zu kaufen gibt es den Blick in Aurichs frühere Tage in der Drogerie Maaß in der Osterstraße für 17,50 Euro. Auf Wunsch verschickt Almuth Maaß den Kalender auch an Butenoostfresen.

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