Mit Bildergalerie und Video 200 Menschen demonstrieren in Westoverledingen gegen AfD
Rund 200 Menschen versammelten sich in Westoverledingen, um gegen ein AfD-Treffen zu demonstrieren. Die Veranstaltung verlief friedlich. Mit Bildergalerie und Video.
Westoverledingen - Rund 200 Menschen haben am Sonntagnachmittag auf der Rajenstraße in Westoverledingen gegen ein Treffen der Alternative für Deutschland (AfD) protestiert. Das „Bündnis für Vielfalt und Demokratie“ aus Leer hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Dem Bündnis gehören unter anderem die „Omas gegen Rechts“, SPD, Grüne, Gewerkschaften und weitere Gruppen an. Viele von ihnen waren am Sonntag gekommen, um zu protestieren.
Versammlungsleiterin Katharina Birch zog bereits während der Veranstaltung ein äußerst positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl und dem Verlauf.“ Es sei alles friedlich geblieben. Auch die Polizei, die die Rajenstraße während der Kundgebung abgesperrt hatte, hatte nicht viel zu tun.
AfD traf sich auf Privatgrundstück
Auf der gegenüberliegen Seite vom Kanal traf sich an diesem Nachmittag die AfD Ostfriesland. Dort hielt sie auf einem Privatgrundstück eine Versammlung ab. Die AfD wollte zunächst ihre Bewerber für den Bundestagswahlkreis 24 (Aurich/Emden) küren und später auch die Delegierten für den Landesparteitag wählen. Die ankommenden Teilnehmer des AfD-Treffens wurden mit Pfiffen, Plakaten und Rufen begrüßt. Darunter war auch Arno Arndt, Mitglied des Vorstand des AfD-Kreisverbandes Ostfriesland.
In ihrer kurzen Rede sagte Versammlungsleiterin Birch zu den Protestteilnehmern: „Wir positionieren uns laut und klar gegen die rassistischen und unmenschlichen Hetzkampagnen - und die demokratiezerstörerischen Absichten der AfD. Wir meinen es ernst und wir werden nicht müde, wenn es heißt, gegen Eure rechte Hetze und für die Würde aller Menschen aufzustehen.“
Roger Miller wütend
Der Kundgebung schloss sich auch der Ostrhauderfehner Roger Miller mit seiner Antifaschistischen Aktion Nord, Kommando Simone Segouin, an an. Diese gehört jedoch nicht dem „Bündnis für Vielfalt und Demokratie“ an.
Miller wollte auch einen Redebeitrag halten. Das wurde ihm jedoch verwehrt. „Wir hatten uns vorab auf eine feste Rednerliste verständigt“, sagte Katharina Birch – zum Unmut von Roger Miller. Er schreibt in einer Mitteilung: „Wir stellen fest: Ein Bündnis gegen Rechts und für angebliche Vielfalt und Demokratie wendet faschistoide Methoden an, um Redner anderer Gruppen zum Schweigen zu bringen.“ Miller wolle künftig nicht mehr mit dem Bündnis zusammenarbeiten. „Wir werden wieder unsere eigenen Kundgebungen anzeigen“, erklärt Miller.