Friedhof Spetzerfehn  Fassungslosigkeit über Verwüstung von Gräbern

Christin Wetzel
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Von Christin Wetzel
| 30.12.2024 15:28 Uhr | 3 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Scherben, kaputte Laternen und Absperrband vor dem Friedhofstor: So sah es am Sonntag auf dem Friedhof in Spetzerfehn aus. Foto: privat
Scherben, kaputte Laternen und Absperrband vor dem Friedhofstor: So sah es am Sonntag auf dem Friedhof in Spetzerfehn aus. Foto: privat
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Unbekannte haben am Wochenende auf dem Friedhof in Spetzerfehn mehrere Schäden verursacht. Am Sonntag wurde die Tat entdeckt. Der Schock über das Ausmaß sitzt tief.

Großefehn - Fassungslosigkeit herrscht in Spetzerfehn: Auf dem Friedhof neben der evangelischen Kirche hatten am Wochenende unbekannte Täter Gräber verwüstet und Grabschmuck zerstört sowie Pflanzen herausgerissen und über den Friedhof verteilt. Das bestätigten Pastor Tom Betten von der evangelisch-lutherischen Christus-Gemeinde Spetzerfehn und die Polizei Großefehn auf Nachfrage der Redaktion.

Am Sonntagmorgen zwischen den Feiertagen fiel die Tat auf dem Friedhofsgelände auf. Die Polizei wurde gerufen und nahm Spuren auf, berichtet der Spetzerfehntjer Pastor. Auf dem gesamten Friedhofsgelände seien mehrere Figuren vom Grabschmuck und Laternen zerstört worden. Auch Blumen wurden aus Gräbern gerissen und über das gesamte Friedhofsgelände verteilt. Selbst vor einem frischen Grab machten der oder die Täter offenbar nicht Halt: „Das ist ganz schlimm auseinandergenommen worden“, sagt Pastor Betten.

Pastor: „Plätze, wo die Toten ruhen, sind tabu“

Der Spetzer Pastor ist fassungslos über das Ausmaß der Verwüstung auf dem Friedhof. Er appelliert an den gesunden Menschenverstand. „Friedhöfe müssen ruhige, sichere Orte sein“, sagt Betten. Egal welchem Glauben man angehöre oder ob man überhaupt gläubig sei, „Plätze, wo die Toten ruhen, sind tabu“, so Betten. „Da können wir uns als Menschheit darauf einigen.

Einen Überblick über den Schaden zeigt dieses Bild nach dem Aufräumen und Einsammeln der Bruchstücke. Foto: privat
Einen Überblick über den Schaden zeigt dieses Bild nach dem Aufräumen und Einsammeln der Bruchstücke. Foto: privat

Warum oder wer für die Verwüstung auf dem Friedhofsgelände gesorgt hat, ist am Montagvormittag unklar. Bei der Polizei in Großefehn seien noch keine weiteren Hinweise eingegangen, so Uwe Schwarz, Polizeioberkommissar der Polizeistation in Großefehn. Er bestätigt, das Pflanzen ausgerissen und auf den Wegen zwischen den Grabstellen verteilt wurden. Mindestens bei fünf Gräbern konnte dies sicher zugeordnet werden. Der Schaden wird von der Polizei auf 700 Euro geschätzt. Die Tat soll sich im Zeitraum zwischen Sonnabend, 9.30 Uhr, bis Sonntag, 9.30 Uhr, ereignet haben. Erste Hinweise hätten auf lautes Lachen und Stimmen hingedeutet. Bislang konnte dies jedoch noch nicht bestätigt werden. Nun hoffen die Polizei und die Kirche auf Hinweise zur Aufklärung der Tat.

Der Friedhof ist inzwischen wieder aufgeräumt, sagt der Pastor. Es gebe auch noch Fotos von den Schäden. Was bleibt, ist auch der Ärger über solch eine Tat an einem Ort, der Ruhe und Frieden vermittelt.

Wer Hinweise auf die Tat hat, kann sich in dem Fall an die Polizei in Großefehn unter Tel. (04943) 925660 wenden.

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