Bremen  Silvester in Bremen – Autos brennen, Angriffe auf Einsatzkräfte

Kai Hasse
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Von Kai Hasse
| 01.01.2025 13:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mehrere Autos haben in der Hansestadt gebrannt. Foto: Nord-West-Media
Mehrere Autos haben in der Hansestadt gebrannt. Foto: Nord-West-Media
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Verletzungen durch Böller, brennende Autos, Angriffe auf Einsatzkräfte – in Bremen hatten Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun.

Feuerwehr und Polizei in Bremen melden ein – erwartet – hohes Einsatzaufkommen aus der Silvesternacht. Besonders bedenklich: Auch Gewalt gegen Einsatzkräfte sei wieder vorgekommen. Eine Einsatzkraft wurde verletzt, ein Fahrzeug beschädigt.

Zwischen 18 und 6 Uhr mussten die Feuerwehrleute und Polizisten der Hansestadt etwa 400 Notrufe bearbeiten, mit einem deutlichen Anstieg in der Zeit von 0 bis 2 Uhr. Rund 140 Rettungsdiensteinsätze mussten bewältigt werden. Zum Teil erhebliche Verletzungen seien durch unsachgemäße Verwendung von Silvesterfeuerwerk entstanden. 105 Einsätze gab es im Bereich des Lösch- und Hilfeleistungsdienstes. Das Spektrum umfasste beispielsweise brennende Müllbehälter, Vegetationsbrände oder auch teilweise oder komplett brennende Autos.

Zwar habe die Wetterlage mit starkem Wind für ein “erweitertes Einsatzspektrum” gesorgt, aber nicht zu größeren Schäden geführt. Die Einsätze konnten laut Bericht der Feuerwehr dank entsprechender Vorbereitungen und guter Organisation gut abgearbeitet werden. Eine große Unterstützung seien die Freiwilligen Feuerwehren gewesen.

Zu einem besonderen Einsatz der Polizei kam es am Bremer Hauptbahnhof. Laut Bericht beschossen sich dort zwei Personengruppen mit Pyrotechnik. Die Lage entspannte sich erst, nachdem ein Wasserwerfer beim Überseemuseum aufgestellt wurde.

Leider gehörte auch das Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ wieder zum Jahreswechsel. Wie im vergangenen Jahr wurden wieder Einsatzkräfte an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet mit Böllern beworfen oder mit Raketen beschossen. Ein Löschfahrzeug ist durch Feuerwerkbeschuss äußerlich beschädigt worden, blieb aber einsatzbereit. Durch einen tätlichen Angriff wurde eine Einsatzkraft des Rettungsdienstes verletzt und musste in einer Klinik behandelt werden. Auch Kräfte der Polizei Bremen sowie der Bundespolizei wurden im Bereich der Schlachte und am Bahnhofsplatz gezielt mit Feuerwerkskörpern beworfen. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt, war aber weiterhin dienstfähig. In Huchting wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr von einer Personengruppe mit Feuerwerkskörpern beworfen. Diese konnten nach kurzer Flucht von Polizisten gestellt werden. Ebenfalls registrierten die Kräfte einen vermehrten Einsatz von Schreckschusspistolen. Das habe zu mehreren Eingriffen der Polizei geführt.

Die Polizei in Oldenburg berichtet von einem weitgehend friedlichen Jahreswechsel. Der Großteil der gemeldeten Vorfälle betraf kleinere Auseinandersetzungen, Ruhestörungen und Beschwerden über unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik sowie Sachbeschädigungen. Zudem berichtet die Polizei von mehreren kleinen Bränden, die schnell unter Kontrolle zu bringen waren.

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