Berlin Warum Sie den Tomatenstrunk lieber nicht mitessen sollten
Mit ihrem saftig-fruchtigen Geschmack gehört die Tomate zu den beliebtesten Gemüsesorten. Bei der Zubereitung fragen sich viele Menschen allerdings: Kann ich den Strunk mitessen oder nicht? Wir klären auf.
Ob im Salat, auf dem Brot oder einfach als Snack zwischendurch: Die Tomate ist kulinarisch vielfältig einsetzbar – und zudem äußerst gesund. Laut Bundeszentrum für Ernährung besteht das Nachtschattengewächs, das aus botanischer Sicht eigentlich zum Obst gezählt wird, zu 94 Prozent aus Wasser und enthält lediglich 17 Kilokalorien pro 100 Gramm.
Darüber hinaus liefert die Tomate viel Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Die sekundären Pflanzenstoffe können zudem das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken.
Doch nicht alle Bestandteile der Tomate sind gesund. Der grüne Strunk enthält den natürlichen Giftstoff Solanin. Dieser kommt auch in rohen Kartoffeln und Auberginen vor. In Tomaten ist das Solanin nur in kleinen Mengen vorhanden, bei reifen Exemplaren bis zu 0,7 Milligramm. Somit ist die Gefahr einer Vergiftung sehr gering.
Dennoch empfehlen Experten, den Strunk vor dem Verzehr der Tomate zu entfernen. Das gilt insbesondere für große Tomaten, beispielsweise Fleischtomaten. Geschmacklich ist das kein Verlust. Denn der Strunk schmeckt bitter und holzig.
Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung können ab einer Konzentration von einem Milligramm Solanin pro Kilogramm Körpergewicht Vergiftungserscheinungen auftreten. Zu den Symptomen gehören Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Atemprobleme und Krämpfe.
Verbreitet ist auch die Annahme, dass der Strunk der Tomate krebserregend sei. Dafür gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege. Dennoch sollte der Strunk stets entfernt werden, vor allem, wenn die Tomaten für Kinder zubereitet werden.