Großhansdorf „Nord bei Nordwest“: Wo „Das Nolden-Haus“ wirklich steht und warum Fans dort bald einziehen könnten
In der aktuellen Folge „Das Nolden-Haus“ der Krimi-Serie „Nord bei Nordwest“ spielt eine Villa eine wichtige Rolle. Die steht im Norden von Hamburg – und wer genug Geld hat, könnte dort sogar einziehen.
Rund um die „Villa Funck“ im schleswig-holsteinischen Großhansdorf im Hamburger Speckgürtel herrschte im vergangenen Frühjahr reges Treiben. Kameras, Schauspieler-Wohnwagen, Beleuchtungs- und Dekorationsteams waren vor fast genau einem Jahr rund um die bekannte Immobilie unterwegs. Der Grund: Die Dreharbeiten für eine neue Folge der NDR-Erfolgskrimireihe „Nord bei Nordwest“.
Die Folge „Das Nolden-Haus“ wir nun am 16. Januar 2025 in der ARD ausgestrahlt. Sie spielt eigentlich im fiktiven Schwanitz an der Ostsee. Dort liegt in der Serie auch die Großhansdorfer Villa, die dort allerdings den Namen „Nolden-Haus“ trägt.
Sie ist im Prinzip der heimliche Location-Star der Folge. Angeblich erhängte sich in dieser einst Inge Nolden, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde. Die tragische Geschichte der aktuellen Folge in Kürze: „Die Lübeckerin Lena Helbing (Joanna Kitzl) bezieht ein leerstehendes Haus, das in Schwanitz als Spukhaus verschrien ist. Angeblich geht dort der Geist von Inge Nolden um. Und siehe da: Schon am Morgen nach ihrer ersten Nacht wird Lena Helbing ebenso wie Inge Nolden erhängt auf dem Dachboden aufgefunden“, heißt es von Seiten des NDR.
Die Locations-Scouts der Serie fanden in der „Villa Funck“ in Stormarn genau die passende Kulisse für diese Grusel-Story. Sie entdeckten das Gebäude auf einem Immobilienportal und schrieben die zuständige Maklerin an. Diese konnte mit Genehmigung der Verkäufer dem Fernsehteam 14 Tage lang Zugang ermöglichen.
Ein wichtiger Vorteil: zum Zeitpunkt der Dreharbeiten vor einem Jahr stand die bekannte Immobilie, die einst von einem Hamburger Obsthändler gebaut worden sein soll, bereits leer. Entsprechend konnten sich die Serienmacher ausleben.
Auch ohne die Popularität durch die Dreharbeiten ist das Gebäude übrigens durchaus ein „Star“. Denn der Architekt war Anfang des 20. Jahrhunderts August Nissen, der auch beim Hamburger Hauptbahnhof seine Finger und Gedanken mit im Spiel hatte. Die Jugendstil-Villa steht unter Denkmalschutz.
Die nun bald noch berühmtere Serien-Villa steht übrigens weiterhin zum Verkauf. Eine besondere Chance für Fans der „Nord bei Nordwest“ Reihe – auch wenn das Gebäude in Großhansdorf und nicht in Ostseenähe in „Schwanitz“ steht. Man benötigt nur 890.000 Euro auf der hohen Kante für den Kauf der Immobilie. Dafür bekommt man aber auch 300 Quadratmeter Wohnraum.