Köln „Sie gehen als Genie durchs Land“: Telefonjoker bei „Wer wird Millionär?“ verblüfft Jauch
Ein Telefonjoker hat bei „Wer wird Millionär?“ für großes Erstaunen gesorgt. Nicht nur half er einer Kandidatin aus Niedersachsen, die er gar nicht persönlich kannte – sondern er beantwortete auch eine Frage richtig, die Moderator Günther Jauch zuvor als absolut untauglich für diesen Joker ansah.
Madlen Bähr aus Wittingen hatte am Montag gleich mehrfach Glück. Als Kandidatin bei der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ hat ihr ein Telefonjoker auf dem Weg zu 32.000 Euro geholfen, den sie nicht kannte und eigentlich auch nicht anrufen wollte. Hinzu kam eine große Skepsis vom Moderator Günther Jauch bezüglich der Frage – doch der Telefonjoker ließ sich davon nicht beirren.
So war die Ausgangslage: Bähr hatte nach der 8000-Euro-Frage bereits zwei Joker benutzt. Weil die Schulbegleiterin die Sicherheitsvariante wählte, blieb ihr für die 16.000-Euro-Frage nur noch der Telefonjoker. Diesen musste sie bei der folgenden Frage auch anwenden:
Das internationale Kürzel der OECD wird ins Deutsche übertragen zu...?“
Die vier Antwortmöglichkeiten lauteten: A) ZEWO, B) OWZE, C) WOEZ, D) OEWZ.
Als sie Jauch bat, den Telefonjoker zu nutzen, war dieser wegen der vielen Abkürzungen, die am Telefon schnell durcheinandergebracht werden können, skeptisch. „Wer soll das behalten?“, fragte er. Er legt sich fest: „Wer das hinkriegt, der ist für mich ein Genie.“
Trotzdem musste sie zu diesem Joker greifen, damit sie noch irgendwie die Sicherheitsstufe von 16.000 Euro erreichen konnte. Doch der spätere Helfer am Telefon, Hans-Werner Kraul, war in zweierlei Hinsicht nicht ihre erste Wahl. Zunächst rief sie nämlich einen anderen Mann an. Der war allerdings nicht zu erreichen.
Als sie dann Kraul auswählte, verriet sie, dass sie ihn gar nicht persönlich kenne. Entsprechend hatte sie ihn auch vor ihrer Bewerbung gar nicht auf dem Schirm. „Ich habe einen Aufruf bei Whatsapp gemacht, und dann hat Petra [ihre Begleitung in der Sendung, Anm. der Red.] gesagt, sie kennt jemanden“, sagte sie und lachte. Kraul nahm zu ihrem Glück den Anruf an.
Jauch machte Kraul ebenfalls klar, dass er bei dieser Frage nicht viel Hoffnung auf Erfolg sah. „Ich finde diese Frage so kompliziert zu erfassen für Sie als Telefonjoker, dass Sie sich überhaupt nicht schämen müssten, wenn Sie sagen: ‚Also, tut mir leid, das kriege so schnell nicht hin.‘“ Und weiter: „Wenn Sie es doch hinkriegen, dann gehen Sie ab morgen als Genie durchs Land.“ Als die Kandidatin die Frage vorlas, reagierte Jauch mit Kopfschütteln.
Kraul ließ sich davon allerdings nicht beirren und gab Bähr den richtigen Impuls, die Antwort B) zu wählen. Denn: Die englische Abkürzung OECD steht für „Organisation for Economic Co-operation and Development“, was mit „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“, kurz OWZE, ins Deutsche übersetzt wird.
Jauch reagierte nach der Auflösung begeistert: „Das ist heute unser Held, Herr Kraul!“ Für Bähr ging es anschließend noch ein Stück weiter: Die 32.000-Euro-Frage konnte sie ohne Hilfe beantworten, bei der 64.000-Euro-Frage war sie dann ratlos und ging lieber mit 32.000 Euro nach Hause.
Die ganze Folge ist derzeit noch online und kostenlos auf RTL+ verfügbar.