Schoolmann unterwegs Ostfriesland-Fahne wehte beim Biathlon in Ruhpolding
Fußball-Weltenbummler Kai Schoolmann machte einen Abstecher zum Biathlon nach Ruhpolding. Mit Freunden sorgte er dort für eine ostfriesische Note. Für Sonntag hat er ein neues Wintersport-Ziel.
Emden/Ruhpolding - Seit 29 Jahren reist der Emder Kai Schoolmann für den Fußball um die Welt. Bis auf die Weltmeisterschaft in Katar hat er kein Großereignis verpasst. Am Sonntag wurde der 53-Jährige seinem Fußball tatsächlich einmal untreu und begann „eine Affäre“ mit dem Wintersport. „Ich habe mir in Ruhpolding Biathlon angeguckt – das war überragend.“
Für die Liaison mit den „Skijägern“ reiste der Ostfriese aber nicht extra quer durch die Republik. Der VW-Angestellte absolviert gerade eine Reha in Marquartstein (Chiemgau) und nutzte das freie Wochenende, um einmal in den Biathlon-Weltcup hineinzuschnuppern. Mit Freunden aus Marienhafe und Osteel, traf er sich am Sonntag in Ruhpolding. Und wenn Kai Schoolmann unterwegs ist, dann hat er natürlich auch eine „Grossheide“-Zaunfahne im Gepäck. Die bekannte Länderspielfahne wurde ihm ja jüngst auf Schalke geklaut.
Begeisterte Ostfriesen
Mit der Fahne, die der Bayern-Fan aber bei den Spielen in der Münchner Allianz-Arena befestigt, schmückte er nun sein Stehplatz-Areal in Ruhpolding. Noch prominenter wehten aber die ostfriesischen Farben Schwarz, Rot und Blau inmitten der Zuschauermassen. An einem langen Stock flatterte die Fahne von Manuela und Stefan Rykena, Antje Leupold und Stephan Arends über den Köpfen der Zuschauer am Streckenrand.
So sorgte ein Küsten-Quintett für Stimmung am Streckenrand. „Wir standen direkt an der Einfahrt zum Schießstand und konnten die Athleten an uns vorbeifahren sehen“, erzählt Schoolmann. Während die Zuschauer am Mittag bei den Männern den Überraschungssieg des Italieners Tomasso Giacomel feierten, hatten sie an den deutschen Athleten wenig Freude. Justus Strelow belegte als bester Deutscher Rang sieben.
Franzi Preuß sorgte für Stimmung
Am Nachmittag aber faszinierte die Weltcupführende Franziska Preuß die deutschen Fanmassen, als sie im Verfolgerfeld beim letzten Schießen fehlerfrei blieb, noch etliche Konkurrentinnen überholte und als Zweite hinter der Schwedin Elvira Oeberg ins Ziel stürmte. „Das war sensationell von Franzi Preuß. Und die Stimmung natürlich auch“, sagte Schoolmann.
Er zeigte sich nicht nur angetan von Sport und Atmosphäre, auch das Hüttendorf in der Arena gefiel ihm. Dort feierten die Biathlon-Fans vor und nach den Rennen bei Bratwurst und Glühwein. Das friedlich-fröhliche Ambiente im Biathlon-Stadion hat dem Ostfriesen gefallen. Der Fußballfan scheint ein wenig auf den Geschmack gekommen. „Ich werde mit Sicherheit nächstes Jahr auch wieder irgendwo zum Biathlon fahren.“
Schoolmann hat viel vor
Kommenden Samstag kehrt Schoolmann aber zu seinen geliebten Bayern zurück. Dann reist er aus dem Chiemgau zum Gastspiel des FCB beim SC Freiburg. Sonntag folgt aber Schoolmanns nächster Abstecher zum Wintersport. „Dann werde ich mir den Slalom in Kitzbühel angucken.“
Am Wochenende darauf absolviert er ein noch sportlicheres Programm in Bayern. Es beginnt am Freitagabend mit dem Eishockey-Gastspiel der Fishtown Pinguins (Bremerhaven) in München. Am Samstag sitzt Schoolmann in der Allianz-Arena, um die Partie gegen Holstein Kiel (mit dem Ostfriesen Lasse Rosenboom) zu verfolgen.
Den Sonntag beginnt der Ostfriese mit dem Studio-Besuch der Fußballsendung „Doppelpass“ (Sport1). Und schließlich hat er sich auch ein Ticket für das Basketball-Bundesligaspiel der Münchner Bayern am Nachmittag gegen Alba Berlin gesichert. Wenn Kai Schoolmann dieses Programm abgespult hat, ist er am Montag auch ganz bestimmt wieder reif für die Reha.