Gastronomie in Aurich  Café Extrablatt – noch wenige Tage bis zur Eröffnung

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 07.02.2025 14:04 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 4 Minuten
David Zirnsack ist Betriebsleiter im Auricher Café Extrablatt. Foto: Romuald Banik
David Zirnsack ist Betriebsleiter im Auricher Café Extrablatt. Foto: Romuald Banik
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Es wird fleißig gearbeitet in der alten Auricher Markthalle. Zurzeit wird das Mobiliar für das neue Café Extrablatt aufgestellt. In wenigen Tagen soll die Eröffnung erfolgen.

Aurich - In einer Woche ist es so weit: Am Valentinstag, 14. Februar, soll das neue Auricher Café Extrablatt zum ersten Mal seine Türen für Gäste öffnen. Das ist der Termin, den Betriebsleiter David Zirnsack gerne einhalten möchte. Er weiß, dass viele Auricher schon gespannt auf die Eröffnung des neuen Angebots warten. „Es sind sogar schon Leute hereingekommen und haben sich in der unfertigen Einrichtung fotografieren lassen“, sagt Zirnsack im Gespräch mit unserer Redaktion.

Bis zu 199 Sitzplätze gibt es im neuen Café Extrablatt. Foto: Romuald Banik
Bis zu 199 Sitzplätze gibt es im neuen Café Extrablatt. Foto: Romuald Banik

Seit Monaten schon wird die ehemalige Markthalle umgebaut und für die Bedürfnisse der Gastronomiekette hergerichtet. Um ein Haar wäre es nicht dazu gekommen. Der Auricher Rat war kurz davor, den Abriss des Gebäudes aus den 1990er-Jahren zu beschließen, als die Gastronomiekette aus Emsdetten auf den Plan trat. Statt ein Abrissunternehmen zu beauftragen, investierte die Stadt Aurich zwei Millionen Euro in die Sanierung der alten Markthalle. Weitere 1,6 Millionen Euro gab das Emsdettener Unternehmen für den Innenausbau aus. Nun steht die Eröffnung kurz bevor: Wenn alles gut geht, sollen am kommenden Freitag die ersten Gäste bedient werden.

Keine Sonderaktionen zur Eröffnung

Vorher gibt es noch einiges zu tun: In dieser Woche wurden die restlichen Möbel angeliefert. Es gilt nun, diese nach einem vorgegebenen Plan aufzustellen. Letzte Handgriffe sind auch in der Küche noch nötig. Alles muss gereinigt werden, die Technik in der Küche und am großen Tresen muss in Betrieb genommen werden. Viele fleißige Helfer sind dabei, alles für die Eröffnung vorzubereiten.

Die Technik im großen Tresen steht – nun muss geputzt werden. Foto: Romuald Banik
Die Technik im großen Tresen steht – nun muss geputzt werden. Foto: Romuald Banik

Gut 40 feste Mitarbeiter werden sich dann an sieben Tagen in der Woche um die Gäste kümmern. Hinzu kommen Aushilfen. Täglich ab 9 Uhr soll das Café Extrablatt geöffnet sein. Geschlossen wird abends erst, wenn der letzte Gast gegangen ist. Eine feste Uhrzeit gibt es nicht. Zur Eröffnung soll es keine besondere Aktion geben, sagt Zirnsack. „Wir machen ein Softopening.“ Das heißt, es werden am kommenden Freitag um 9 Uhr die Türen aufgeschlossen, dann können die Gäste kommen. Dann erst kann sich auch das neue Team auf die Arbeitsabläufe einstellen.

Gestaltung des Außenbereichs ist noch offen

Ganz fertig ist die ehemalige Markthalle auch außen nicht. Derzeit wird eine Solaranlage auf das Dach des Baus aus den 1990er-Jahren gesetzt. Auch bei der neuen, dunklen Fassade muss noch Hand angelegt werden. Unklar ist noch, wie der Bereich mit der künftigen Außenterrasse gestaltet werden soll. Darüber hatte es zuletzt einige Diskussionen in der Stadt gegeben.

Denn Carsten Dreyer, Expansionsleiter des Café Extrablatt, hatte angekündigt, eine Art Pavillon mit den Grundmaßen fünf mal 20 Meter an der Südseite des Gebäudes anzubauen. Dort soll eine Außenbestuhlung erfolgen, die Fläche ist im Pachtvertrag mit der Stadt ausdrücklich mit einbezogen worden. Weitere 450 Quadratmeter Fläche auf dem Marktplatz darf das Café Extrablatt nutzen, wenn keine anderen Veranstaltungen (Wochenmarkt, Weinfest, Geranienmarkt) stattfinden.

Die alte Markthalle wird derzeit mit einer Solaranlage ausgerüstet. Foto: Romuald Banik
Die alte Markthalle wird derzeit mit einer Solaranlage ausgerüstet. Foto: Romuald Banik

In Politik und Wirtschaft hatte das Vorhaben für Kritik gesorgt. Es gibt die Befürchtung, dass durch die etwas größer gewordene Markthalle und die Terrasse des Extrablatts zu viel Fläche des Marktplatzes verloren gehen könnte für andere Nutzungen. Eine Befürchtung, die Bürgermeister Horst Feddermann nicht teilt. Ende November vorigen Jahres hatte er sich die Aufbaupläne von Stadtfest, Weinfest sowie vom Weihnachtszauber besorgt. In allen drei Fällen, so der Verwaltungschef damals im Gespräch mit unserer Redaktion, gebe es genügend Platz, selbst wenn ein fünf Meter tiefer Vorbau an die Halle gesetzt werden würde.

David Zirnsack kann derzeit noch nicht sagen, wie der südliche Bereich künftig aussehen wird. Das sei noch nicht entschieden worden. Ein bisschen Zeit ist auch noch: Bei den derzeit herrschenden Temperaturen wird es wahrscheinlich nicht viele Gäste geben, die draußen sitzen wollen.

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