Prozess in Leer Mann soll seine Freundin geschlagen haben
Zu dem Vorfall soll es im April 2023 gekommen sein. Der 24-Jährige soll dabei seine Freundin verletzt haben. Mittlerweile sind beide verlobt, was Auswirkungen auf den Prozess hatte.
Leer - Ein 24-jähriger Leeraner musste sich jetzt vor dem Amtsgericht in Leer verantworten, weil er seine Freundin geschlagen haben soll. Die Staatsanwaltschaft Aurich warf dem Mann vor, die Frau im April 2023 in seiner Wohnung verletzt zu haben. Zu Beginn der Verhandlung plädierte der Verteidiger des Leeraners auf einen Freispruch, da es keine Zeugen für die Körperverletzung gegeben habe beziehungsweise diese die Aussage verweigern würden.
Die verletzte Frau selbst war nicht zum Gerichtstermin erschienen, da sie mittlerweile mit dem Angeklagten verlobt sei und von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte. Als Zeugin blieb somit nur die Mutter der Geschädigten. Diese hatte nach den Vorkommnissen eine Strafanzeige für ihre Tochter bei der Polizei erstattet. Das Gericht wies die Zeugin darauf hin, dass bei einer Falschaussage der Tatbestand der falschen Verdächtigung beziehungsweise der üblen Nachrede im Raume stünde.
Die Mutter der Geschädigten machte schließlich auch von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, um nicht ihre Tochter einer Strafverfolgung auszusetzen beziehungsweise den zukünftigen Ehemann ihre Tochter nicht zu belasten. Aufgrund der Beweislage kam es schließlich zum Freispruch des Angeklagten durch das Gericht. Zum Abschluss betonte der Leeraner, dass er ein guter Mensch sei.