Berlin  Nach Rassismus-Vorwurf: Scholz telefoniert mit CDU-Politiker Chialo

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Von afp
| 13.02.2025 09:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach Rassismus-Äußerungen: Scholz soll das Gespräch mit CDU-Politiker Chialo gesucht haben. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Nach Rassismus-Äußerungen: Scholz soll das Gespräch mit CDU-Politiker Chialo gesucht haben. Foto: dpa/Kay Nietfeld
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Nach Rassismus-Anschuldigungen ergreift Kanzler Olaf Scholz die Initiative und telefoniert mit dem CDU-Politiker Joe Chialo. Scholz bestreitet vehement den Vorwurf und überlegt notfalls rechtliche Schritte zu ergreifen.

Nach dem Wirbel um angeblich rassistische Aussagen hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das Gespräch mit dem Berliner CDU-Politiker Joe Chialo gesucht. Am Mittwochabend hätten die beiden telefoniert, verlautete am Donnerstag aus der SPD-Zentrale gegenüber AFP. Einzelheiten zu dem Gespräch wurden nicht mitgeteilt. Hintergrund ist ein Bericht von Focus Online, wonach Scholz Chialo auf einer Feier rassistisch beleidigt haben soll. Der Kanzler wehrt sich inzwischen auch juristisch gegen die Vorwürfe.

Am Mittwochabend hatte Scholz gegenüber dem „Spiegel“ eingeräumt, Chialo auf der Party als „Hofnarren“ der Union bezeichnet zu haben. „Niemals“ aber habe er diese Äußerung in Zusammenhang mit Chialos Hautfarbe gebracht. Er schätze Chialo und habe „sofort“ nach Bekanntwerden der Vorwürfe den Kontakt zu dem CDU-Politiker gesucht, sagte Scholz. „Was ich niemals getan habe, ist, das in Zusammenhang mit der Hautfarbe von Herrn Chialo zu bringen, den ich übrigens durchaus schätze.“

In dem „Spiegel“-Gespräch sagte Scholz, er sei „aus allen Wolken gefallen, weil alles kann man mir vorwerfen, aber ganz bestimmt nicht, dass ich ein Rassist bin und dass ich irgendjemanden in dieser Hinsicht adressiere, wie das jetzt hier insinuiert wird, um es so zu sagen“.

Er habe „das, was da gemeldet worden ist“, so nicht gesagt, sagte der Kanzler. „Diejenigen, die was Falsches behaupten, indem sie Worte irgendwie ein bisschen zusammenstellen, die müssen damit rechnen, dass sie vor Gericht gehen.“

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