Kunstraub in Assen  250.000 Euro Belohnung für Hinweise auf goldenen Helm

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 13.02.2025 13:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wo ist der goldene Helm von Cotofenesti, der auf dem Bildschirm zu sehen ist? Museumsdirektor Harry Tupan (rechts) spricht nach dem Einbruch in das Drents Musum bei einer Pressekonferenz. Foto: De Jong/ANP/DPA
Wo ist der goldene Helm von Cotofenesti, der auf dem Bildschirm zu sehen ist? Museumsdirektor Harry Tupan (rechts) spricht nach dem Einbruch in das Drents Musum bei einer Pressekonferenz. Foto: De Jong/ANP/DPA
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Fast drei Wochen ist der spektakuläre Kunstraub in Assen mittlerweile her. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach den gestohlenen Goldschätzen – und ein Unternehmer will viel Geld für Hinweise zahlen.

Assen - Knapp drei Wochen nach dem spektakulären Kunstraub im niederländischen Assen fehlt von der wertvollen Beute weiterhin jede Spur. Am Mittwoch suchten Polizeibeamte an einer Straße zwischen Assen und Rolde, wo die Diebe nach der Tat mutmaßlich ihren Fluchtwagen in Brand gesetzt und zurückgelassen hatten, mit Metalldetektoren nach Hinweisen. Das berichtete RTV Drenthe. Es gehe hierbei allerdings nicht um die gestohlenen Kunstschätze aus Rumänien, wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Sender betonte.

In der Nacht auf den 25. Januar hatten Einbrecher in Assen die Türen zum Drents Museum aufgesprengt. Sie stahlen mehrere archäologische Meisterwerke aus Rumänien, darunter der goldene Helm von Cotofenesti und weitere Exponate der Sonderausstellung „Dakien – das Reich aus Gold und Silber“ aus dem Nationalmuseum für die Landesgeschichte in Bukarest.

Verlust der Kunstschätze könnte für Niederlande teuer werden

Aus Rumänien spüren die niederländischen Behörden bereits Druck, die Kunstschätze wieder aufzuspüren. Und für die Regierung in Den Haag könnte es auch teuer werden. Denn sollten der goldene Helm und die drei ebenfalls gestohlenen Armbänder nicht wieder auftauchen, müsste der niederländische Staat für den entstandenen Schaden geradestehen, berichtete RTV Drenthe. Die Rede ist hierbei von 5,8 Millionen Euro.

Finanzielle Anreize gibt es mittlerweile auch für Hinweise, die zum Fund des Diebesguts führen: Der niederländische Unternehmen Alex van Breemen, der in Bukarest lebt, hat eine Belohnung ausgelobt, wie unter anderem der Sender NOS berichtete. Diese betrug zunächst 100.000 Euro, wurde inzwischen aber auf 250.000 Euro erhöht. „Diese Gegenstände sind unersetzlich und müssen für zukünftige Generationen nach Rumänien zurückkehren“, sagte van Breemen laut NOS.

Verdächtige sollen länger in Untersuchungshaft bleiben

Wenige Tage nach der Tat wurden in Heerhugowaard, nördlich von Amsterdam, zwei Männer und eine Frau festgenommen. Die beiden Männer, deren Identitäten die Polizei in der Hoffnung auf neue Hinweise zwischenzeitlich öffentlich gemacht hatte, bleiben nun für weitere 90 Tage in Untersuchungshaft, teilte die niederländische Staatsanwaltschaft mit. Für die verdächtige Frau sei die U-Haft um 30 Tage verlängert worden. Eine erste öffentliche Verhandlung sei für den 9. Mai geplant, hieß es von der Behörde – hierbei handle es sich jedoch um eine „Pro-forma-Sitzung“.

Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen zum Kunstraub noch in vollem Gange. Die Polizei suche weiterhin nach einem vierten Verdächtigen. Der Mann war wenige Tage vor der Tat in einem Baumarkt in Assen von einer Überwachungskamera gefilmt worden. Die Beamten hatten im Zuge der Fahndung Bilder des Mannes veröffentlicht.

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