Samstag geht es los  Kickers-Start – bayrischer Schwabe hofft auf Startelf

| | 21.02.2025 14:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
David Kébé (rechts) will für Kickers Emden (links Marten Schmidt) kräftig zupacken. Beim 5:2-Sieg im Testspiel gegen Werder Bremen II zeigte Kébé kürzlich eine starke Leistung. Foto: Doden
David Kébé (rechts) will für Kickers Emden (links Marten Schmidt) kräftig zupacken. Beim 5:2-Sieg im Testspiel gegen Werder Bremen II zeigte Kébé kürzlich eine starke Leistung. Foto: Doden
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Samstag um 18 Uhr erwartet der BSV Kickers Emden den SV Todesfelde. Gleich zwei Torhüter stehen bei den Emdern nicht zur Verfügung.

Emden - Sechs Spiele, sechs Siege, 24:6 Tore – Fußball-Regionalligist BSV Kickers Emden legte in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte eine makellose Bilanz hin – und das gegen Gegner wie Meppen, Oldenburg oder Werder Bremen II. Trainer Stefan Emmerling erkannte unter den Dauer-Siegern sogar noch zwei spezielle Gewinner. „Said Abbey und Joshua Dudock haben sich in den Vordergrund gespielt“, sagt der Coach. Ob es für die 19 (Dudock) und 20 Jahre (Abbey) alten „Küken“ sogar schon für die Startelf beim ersten Punktspiel des Jahres reicht, ließ der Chefcoach ebenso offen wie sein Assistent Markus Unger. „Die Qual der Wahl bei der Aufstellung ist noch schwieriger geworden“, sagt Unger. Wenn Kickers am Samstag um 18 Uhr im Ostfrieslandstadion gegen den SV Todesfelde aufläuft, sind Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Emmerling verteilte am Donnerstag deshalb auch nur eine einzige Einsatzgarantie. „Im Tor wird Marcel Bergmann spielen.“ Die Verkündung dieser Personalie fällt ihm nicht schwer, weil Torhüter Isaak Djokovic nach seiner Roten Karte im Dezemberspiel bei Werder Bremen II gesperrt und Moritz Onken weiterhin verletzt ausfällt. Als Bergmann-Ersatz muss deshalb der 37-jährige Torwarttrainer Christian Meyer herhalten. „Christian ist noch fit. Das zeigt er im Training“, hat Emmerling keine Sorge für den Fall der Fälle.

Herbst fällt aus

Ohnehin gibt es bei der Kickers-Aufstellung die größten Fragezeichen im defensiven Bereich. So ist der zuletzt erkrankte Außenverteidiger André N‘Diaye erst seit Freitag wieder vollständig genesen. Und Innenverteidiger Fabian Herbst laboriert noch an einer Schambein-Entzündung.

So deutet alles darauf hin, dass der bayrische Schwabe sein Punktspieldebüt für Kickers geben wird. David Kébé wechselte vor wenigen Wochen von Werder Bremen II zu den Ostfriesen und überzeugte bei seinen drei Testspiel-Einsätzen. „Ich hoffe natürlich, dass ich von Beginn an spiele“, sagt Kébé. Vor allem für seinen ersten Auftritt gegen Werder Bremen II verteilte Emmerling eine Bestnote. „Das war ungewöhnlich stark.“

Kébé stammt aus Augsburg

Kébé begann seine Laufbahn in der Jugend des FC Augsburg und landete dann über Königsbrunn und Schwabmünchen bei Türkgücü München, ehe er seinen Profitraum beim SV Werder Bremen verwirklichen wollte. „Es ist noch immer mein Ziel, irgendwann im Profifußball zu landen“, sagt der 21-Jährige und sieht den BSV Kickers als ideales Sprungbrett an. Kébé möchte sich in Kürze eine Wohnung in Emden suchen. Zuletzt war er so manches Mal mit dem Zug von Bremen nach Emden unterwegs. „Dann bin ich gegen 15 Uhr zum Training losgefahren und war gegen 21.45 Uhr wieder zurück. Das ist auf Dauer zu viel Aufwand.“

Ansonsten hat ihm der Wechsel viel Freude bereitet. „Wir haben eine tolle Stimmung in der Mannschaft. In der Kabine geht es öfter richtig lustig zu.“ Zugleich zeigt sein Team den Kontrahenten eine unangenehmere Seite. „Wir sind für jeden Gegner richtig eklig.“ Kébé denkt da auch an die 1:5-Pleite mit Werder II im August in Emden zurück. „In Emden ist es für jeden Gast schwer.“

Ungers Sehnsucht nach Adrenalin

Neben den kopfballstarken Angreifern, die oft mit langen Bällen angespielt werden, beeindruckt ihn auch eine Kickers-Spezialität ganz besonders. „David Schiller macht so weite Einwürfe, wie ich es vorher noch nie erlebt habe.“

Schillers „Handflanken“ leiteten auch in den Testspielen schon wieder drei Tore ein. Auf diese Waffe muss sich auch der SV Todesfelde einstellen – und angesichts der Frühlingstemperaturen wohl auch auf eine stattliche Kulisse. „Mit den Testspiel-Auftritten haben wir bei den Fans hoffentlich wieder für Appetit gesorgt“, sagt Co-Trainer Markus Unger. Er selber kann es kaum abwarten, dass am Samstag um 18 Uhr der Anpfiff ertönt. „Wir haben eine Riesenlust auf die Regionalliga. Endlich hat man wieder richtig Adrenalin im Blut.“

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