Neugestaltung Emder Delft Hafentor-Areal zieht schon jetzt neue Gastronomie an
Rund um den Delft in Emden sollen die Promenade und die Straßen umgestaltet werden. Schon jetzt gibt es beim Hafentor Restaurants und Cafés. Ein Angebot kommt dazu.
Emden - Dem einen oder der anderen dürfte es schon aufgefallen sein: Am Emder Delft gibt es bald ein neues Restaurant. Neben dem Café Delftblick, das sich direkt gegenüber vom Hafentor befindet, ist die Burgerbucht eingezogen. Der große Namenszug hängt schon über den Schaufenstern, die noch verklebt sind. Drinnen wird noch fleißig gewerkelt, wie uns Fatih Keskin zeigt. Er wird der Geschäftsführer des neuen Restaurants sein.
Seine Familie betreibt bereits die Pizzeria Roma im Emder Stadtteil Borssum, sagt er. Pizza und Döner – „das hatten wir irgendwann satt“, sagt der Emder mit einem Lachen. Deswegen hätten sie auch mal im Team das Burgerbraten probiert. Weil die Resonanz gut war, hatten sie sich gedacht: „Warum machen wir eigentlich keinen Burger-Laden auf?“ Danach hätten sie sich nach einer geeigneten Immobilie umgeschaut und seien schließlich am Delft fündig geworden. Der Name Burgerbucht war schnell gefunden: „Ich wollte eine Alliteration, die gut von der Zunge geht, und das Feuerschiff ‚Deutsche Bucht’ als Wahrzeichen von Emden ist in Blickrichtung“, so Keskin.
Burger-Laden muss erst einmal saniert werden
Seit dem 1. Januar 2025 wird der ehemalige Leerstand mit Delftblick auf links gedreht – alles in Eigenarbeit. Wände wurden eingezogen, Böden verlegt, die Wände werden gestaltet. Maritim und modern soll es aussehen – mit einer großen Alt-Emden-Ansicht und Schiffsmodellen, aber auch einer künstlich begrünten Wand und Neon-Schild. Drinnen und draußen vor dem Geschäft mit Blick auf das Wasser und die Museumsschiffe sollen jeweils 16 Sitzplätze eingerichtet werden. Ein großer Teil des Konzepts ist aber auch das Essen zum Mitnehmen – gerne auch mit zum Delftstrand gegenüber. Bei der saisonalen Strandbar dürfen Speisen mitgebracht werden, da es vor Ort kein großes gastronomisches Angebot gibt. Er könne sich sogar eine Kooperation mit dem Delftstrand vorstellen, sagt Fatih Keskin.
Eröffnen möchte er die Burgerbucht gerne im April mit einer großen Feier. Sorgen bereitet ihm noch die uralte Elektrik im Laden. Neue Stromleitungen müssen verlegt werden. Er ist aber zuversichtlich, dass es mit dem April klappt. Dann können sich die Gäste von dem Burger-Angebot vor Ort überzeugen lassen. Man wolle eine Bandbreite von Leuten ansprechen: mit ganz normalen Burgern, aber auch Smash-Burgern, bei denen keine Tiefkühl-Pattys verwendet werden, sondern frisches Hackfleisch. Das wird auf dem Grill „gesmasht“, also zerdrückt. Dadurch soll die Bulette krosser und aromatischer sein. Auch vegane und vegetarische Burger soll es geben. „Von einem Extra-Grill“, sagt er.
Überzeugt von 1A-Lage beim Hafentor
Schon jetzt sei der Standort für die Burgerbucht in einer 1A-Lage von Emden, sagt der Jungunternehmer. Durch die geplante Umgestaltung der Promenade und Straßen rund um den Delft erhofft er sich noch eine weitere Steigerung. Ende Januar wurde das geplante Großbauprojekt der Stadt vorgestellt. Dabei soll nicht nur die Neutorstraße zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Einbahnstraßen-Regelung umgebaut werden. Auch die Faldernstraße vom Thiele-Tee-Konter Richtung Delft, der Rathausplatz und die Straße Am Delft bis zur Einfahrt der Ringstraße sollen einheitlich verkehrsberuhigter und grüner gestaltet werden.
Hier ist ebenfalls eine Einbahnstraßen-Regelung geplant, die aber noch konkret ausgearbeitet werden muss. Die Promenade am Wasser soll ebenfalls einladender, barrierefrei und grüner werden. Die Delfttreppe und Balustrade aber bleiben erhalten. Der Platz beim Hafentor soll ebenfalls verändert werden. Die Fischbude soll allerdings bleiben, ebenso Platz für die Großbühne und den Delftstrand. Ansonsten wären noch Spielgeräte für Kinder denkbar sowie Sitztreppen zum Wasser hin. Schon im kommenden Jahr soll es baulich losgehen. Alle Maßnahmen sollen bis 2030 vollendet und schlussabgerechnet sein.
Hafentor-Areal wird immer attraktiver
Schon jetzt ist das Areal rund um das Hafentor ein beliebtes Ziel für Emder und Gäste der Stadt. 2009 eröffnete das Hafenhaus im Neubau der Reederei Lauterjung am Alten Binnenhafen. Derzeit ist das Restaurant geschlossen und die Fenster sind mit Papier verklebt. Es hat den Besitzer gewechselt. Der neue Betreiber Denis Kabaj hält sich noch bedeckt zu einem möglichen neuen Konzept und dem Zeitplan. 2018 eröffnete das „da Sergio“ im damals neuen Hotel Am Delft. 2022 wurde daraus das „Casto‘s“.
Kultig sind die Fischbude von Bittners beim Hafentor und die „Lüttje Köken“ auf der Verkehrinsel der Ringstraße. Auch das Café Delftblick hat schon eine lange Tradition. Vor rund einem Jahr eröffnete die Hafenbar am Schweckendieckplatz. Dort soll in Zukunft die Außengastronomie mit einem Biergarten mehr verstärkt und auch auf Livemusik gesetzt werden. „Je nach Formation stehen Spielorte auf der Hafenbar-Bühne, an der Bar oder Open-Air im großen Biergarten zur Verfügung“, hieß es Mitte Februar in einer Pressemitteilung.