Stadtgeschichte  Sanierung der Emstreppe in Emden lässt auf sich warten

| | 01.03.2025 09:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Blick auf die Emstreppe Anfang des 20. Jahrhunderts: Links befindet sich der Bäcker Oltmanns, Im Hintergrund ist der Bunker Holzsägerstraße (heute Bunkermuseum) zu sehen. Oben an der Treppe fegt Peterke de Boer – als „Peterke“ bekannt – die Straße. Foto: Bildarchiv der Johannes-a-Lasco-Bibliothek
Ein Blick auf die Emstreppe Anfang des 20. Jahrhunderts: Links befindet sich der Bäcker Oltmanns, Im Hintergrund ist der Bunker Holzsägerstraße (heute Bunkermuseum) zu sehen. Oben an der Treppe fegt Peterke de Boer – als „Peterke“ bekannt – die Straße. Foto: Bildarchiv der Johannes-a-Lasco-Bibliothek
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Die Emstreppe ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Ems noch direkt an der Altstadt Emdens entlang floss. Doch das Bauwerk ist in einem schlechten Zustand. Wie geht es weiter?

Emden - Die historische Emstreppe in Emden ist noch immer nicht restauriert. Ende 2022 hieß es, dass sich private Investoren gefunden hätten, die die Restaurierung dieses Treppenaufgangs aus dem 15. Jahrhundert unterstützen wollten. Doch seitdem wurde es still um das Projekt. Die denkmalgeschützte Treppe, die ein Überbleibsel aus der Zeit ist, als die Ems noch direkt an der Emder Altstadt vorbeifloss, ist in keinem schönen Zustand. Die GfE-Fraktion im Emder Rat hatte Mitte Februar 2025 daher zum aktuellen Sachstand bei der Stadt nachgehakt.

Die Emstreppe aus dem 15. Jahrhundert ist denkmalgeschützt, aber in keinem guten Zustand. Fotos: Hanssen
Die Emstreppe aus dem 15. Jahrhundert ist denkmalgeschützt, aber in keinem guten Zustand. Fotos: Hanssen

Die Stadt wurde auch gefragt, ob die Emstreppe überhaupt noch verkehrssicher sei. Die Verwaltung erklärt daraufhin in einem Schreiben an die GfE, das auch dieser Zeitung vorliegt, dass die die Treppe „im Rahmen der turnusmäßigen Straßenkontrollen regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit überprüft“ werde. Man habe die aktuelle Anfrage der Fraktion zum Anlass genommen, eine zusätzliche Überprüfung vorzunehmen. „Das Ergebnis zeigt, dass sich die Emstreppe zwar in einem veralteten, aber weiterhin verkehrssicheren Zustand befindet“, heißt es von der Stadt.

Auf dieser Karte um 1550 ist zu sehen, wie weit die Ems vor der Verlandung an Emden vorbeifloss. Eine Mauer schützte die Stadt. Heute befindet sich dort die Emsmauerstraße mit der Emstreppe. Foto: Stadtarchiv
Auf dieser Karte um 1550 ist zu sehen, wie weit die Ems vor der Verlandung an Emden vorbeifloss. Eine Mauer schützte die Stadt. Heute befindet sich dort die Emsmauerstraße mit der Emstreppe. Foto: Stadtarchiv

Schon mündliche Zusage zur Sanierung der Emstreppe

Auch seien „erst kürzlich kleinere Instandhaltungsmaßnahmen durch den Baubetrieb vorgenommen“ worden. Einen konkreten Zeitplan für eine umfassende Restaurierung gibt es aber offenbar noch nicht. Die Stadtverwaltung schreibt: „Potenzielle Investoren haben bereits mündlich ihre Zusage zu einer umfassenden Sanierung gegeben, jedoch sind noch weitere Gespräche erforderlich, um das Vorhaben verbindlich zu machen.“

„Bis zur Verlandung des alten Emsbogens floss die Ems direkt an Emden vorbei, der Flusslauf schlängelte sich an der Burg vorbei zum Ratsdelft und von dort weiter Richtung Faldern und Borssum“, so heißt es auf der Erklärtafel zu der Emstreppe.
„Bis zur Verlandung des alten Emsbogens floss die Ems direkt an Emden vorbei, der Flusslauf schlängelte sich an der Burg vorbei zum Ratsdelft und von dort weiter Richtung Faldern und Borssum“, so heißt es auf der Erklärtafel zu der Emstreppe.

Im Hinblick auf eine mögliche Sanierung stehe die Denkmalschutzbehörde seit 2022 in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorsitzenden von Anno, der Gesellschaft zur Erhaltung Ostfriesischer Kultur- und Baudenkmale. Für die weiterführenden Planungen müssten zudem mehrere Fachdienste der Stadt Emden einbezogen werden, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden.

Blick auf die alte Emsschule. Auch sie soll saniert werden und Platz für eine Kita bieten.
Blick auf die alte Emsschule. Auch sie soll saniert werden und Platz für eine Kita bieten.

Auf die Frage hin, ob schon Fördermittel durch die Denkmalbehörde beantragt worden seien, heißt es, dies sei bislang nicht erfolgt, „da die Idee einer Sanierungsmaßnahme durch Investoren noch nicht finalisiert wurde“. Sobald es neue Erkenntnisse gebe, werde man informieren, heißt es abschließend.

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