Stadtgeschichte Sanierung der Emstreppe in Emden lässt auf sich warten
Die Emstreppe ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Ems noch direkt an der Altstadt Emdens entlang floss. Doch das Bauwerk ist in einem schlechten Zustand. Wie geht es weiter?
Emden - Die historische Emstreppe in Emden ist noch immer nicht restauriert. Ende 2022 hieß es, dass sich private Investoren gefunden hätten, die die Restaurierung dieses Treppenaufgangs aus dem 15. Jahrhundert unterstützen wollten. Doch seitdem wurde es still um das Projekt. Die denkmalgeschützte Treppe, die ein Überbleibsel aus der Zeit ist, als die Ems noch direkt an der Emder Altstadt vorbeifloss, ist in keinem schönen Zustand. Die GfE-Fraktion im Emder Rat hatte Mitte Februar 2025 daher zum aktuellen Sachstand bei der Stadt nachgehakt.
Die Stadt wurde auch gefragt, ob die Emstreppe überhaupt noch verkehrssicher sei. Die Verwaltung erklärt daraufhin in einem Schreiben an die GfE, das auch dieser Zeitung vorliegt, dass die die Treppe „im Rahmen der turnusmäßigen Straßenkontrollen regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit überprüft“ werde. Man habe die aktuelle Anfrage der Fraktion zum Anlass genommen, eine zusätzliche Überprüfung vorzunehmen. „Das Ergebnis zeigt, dass sich die Emstreppe zwar in einem veralteten, aber weiterhin verkehrssicheren Zustand befindet“, heißt es von der Stadt.
Schon mündliche Zusage zur Sanierung der Emstreppe
Auch seien „erst kürzlich kleinere Instandhaltungsmaßnahmen durch den Baubetrieb vorgenommen“ worden. Einen konkreten Zeitplan für eine umfassende Restaurierung gibt es aber offenbar noch nicht. Die Stadtverwaltung schreibt: „Potenzielle Investoren haben bereits mündlich ihre Zusage zu einer umfassenden Sanierung gegeben, jedoch sind noch weitere Gespräche erforderlich, um das Vorhaben verbindlich zu machen.“
Im Hinblick auf eine mögliche Sanierung stehe die Denkmalschutzbehörde seit 2022 in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorsitzenden von Anno, der Gesellschaft zur Erhaltung Ostfriesischer Kultur- und Baudenkmale. Für die weiterführenden Planungen müssten zudem mehrere Fachdienste der Stadt Emden einbezogen werden, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden.
Auf die Frage hin, ob schon Fördermittel durch die Denkmalbehörde beantragt worden seien, heißt es, dies sei bislang nicht erfolgt, „da die Idee einer Sanierungsmaßnahme durch Investoren noch nicht finalisiert wurde“. Sobald es neue Erkenntnisse gebe, werde man informieren, heißt es abschließend.