Testlauf  Norden öffnet die Schulhöfe für alle

Rebecca Kresse
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Von Rebecca Kresse
| 18.03.2025 09:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Spielgeräte im Innenhof der Grundschule Im Spiet sollen den Kindern künftig auch nachmittags zur Verfügung stehen. Foto: Rebecca Kresse
Die Spielgeräte im Innenhof der Grundschule Im Spiet sollen den Kindern künftig auch nachmittags zur Verfügung stehen. Foto: Rebecca Kresse
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Für mehr Bewegung in der Stadt: Norden öffnet nachmittags die Schulhöfe für die Allgemeinheit – zunächst als Testlauf. Für die Schulen ist das auch ein Risiko.

Norden - Nach den Osterferien öffnet die Stadt Norden nachmittags sämtliche Schulhöfe der städtischen Schulen für die Allgemeinheit. Das kündigte Nico de Vries, Leiter des Fachdienstes Jugend, Schule, Sport und Kultur am Montag im zuständigen Fachausschuss an. Damit wird eine Empfehlung aus dem Sportentwicklungsplan der Stadt Norden umgesetzt.

Darin heißt es unter der Überschrift „Öffnung und bewegungsfreundliche Schulhöfe“ unter anderem: „Die Schulhöfe der städtischen Schulen sollen außerhalb der Unterrichtszeit für Spiel und Bewegung geöffnet werden. Zudem sollen die Schulhöfe punktuell um weitere Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Tore oder Streetballkörbe ergänzt werden.“

Der Fußballplatz an ist bei den Schülern sehr beliebt. Foto: Rebecca Kresse
Der Fußballplatz an ist bei den Schülern sehr beliebt. Foto: Rebecca Kresse

Mehr Arbeit für die Schulen

Bisher sind die Schulhöfe der städtischen Schulen nach dem Unterrichtsbetrieb abgeschlossen. Auch während der Schulzeit soll das Schulgelände für schulfremde Personen unzugänglich sein. Künftig werden die Tore zu den Schulhöfen am Nachmittag offenstehen, damit Kinder der Umgebung die Fläche und die Spielgeräte nutzen können.

Zunächst soll das Ganze als ein Versuch bis zu den Sommerferien laufen, sagte de Vries. Erst nach Auswertung des Versuchs werde entschieden, ob die Schulhöfe dauerhaft geöffnet bleiben.

Für die Schulen bedeutet der Versuch in jedem Fall mehr Arbeit. Das Problem: Es gibt an den Nachmittagen keine Aufsicht auf den Schulgeländen. Also muss jeden Tag vor Schulbeginn der gesamte Schulhof kontrolliert werden – zum einen auf etwaige Beschädigungen, zum anderen aber auch mutmaßliche Hinterlassenschaften von den Besuchern. Das können harmlose Dinge wie Müll oder vergessene Gegenstände sein, aber auch gefährliche Dinge wie Glasscherben oder Schlimmeres, an denen sich die Schulkinder verletzen könnten. Mutmaßlich die Hausmeister der Schule müssen diese zusätzliche Aufgabe übernehmen.

Bisher können die Kinder nur während der Schulzeit auf die Klettergerüste gehen. Foto: Rebecca Kresse
Bisher können die Kinder nur während der Schulzeit auf die Klettergerüste gehen. Foto: Rebecca Kresse

Bernhard Schmunkamp, Schulleiter der Grundschule an der Leybucht berichtete von durchweg positiven Erfahrungen mit dem offenen Schulhof. „Unser Spielplatz ist auch ein öffentlicher Spielplatz, weil wir ein öffentlich zugängliches Gelände haben“, sagte der Schulleiter. Der Spielplatz werde bis in den Abend hinein genutzt. Für die Jugendlichen seien die überdachten Bereiche ein Anlaufpunkt, wo sie „der Erwachsenenwelt mal ein bisschen entfliehen“ könnte. Für Leybuchtpolder sei es ein wichtiger Ort und eine Begegnungsstätte, sagte Schmunkamp. Neben der Grundschule an der Leybucht zählen zu den städtischen Schulen in Norden die Grundschule Im Spiet, die Grundschule Lintel inklusive dem Standort Wiesenweg, die Grundschule Norddeich, die Grundschule Süderneuland, die Außenstelle Norden der KGS Hage-Norden und die Oberschule Norden.

Der Spielplatz der Grundschule in Leybuchtpolder ist nachmittags schon immer ein öffentlicher Spielplatz. Foto: Rebecca Kresse
Der Spielplatz der Grundschule in Leybuchtpolder ist nachmittags schon immer ein öffentlicher Spielplatz. Foto: Rebecca Kresse

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