Diebstahl in Assen  Polizei beschlagnahmt nach Kunstraub Vermögen

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 26.03.2025 14:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Heerhugowaard waren bereits wenige Tage nach der Tat Verdächtige festgenommen worden. Nun wurde dort eine Wohnung durchsucht. Foto: Foto: Van Bergen/ANP/Imago Images
In Heerhugowaard waren bereits wenige Tage nach der Tat Verdächtige festgenommen worden. Nun wurde dort eine Wohnung durchsucht. Foto: Foto: Van Bergen/ANP/Imago Images
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Nach dem Raub wertvoller Kunstschätze in Assen haben Ermittler am Mittwoch eine Wohnung und Konten beschlagnahmt. Sollte die Beute nicht wieder auftauchen, könnte es für die Verdächtigen teuer werden.

Assen/Heerhugowaard - In Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstraub in Assen hat die niederländische Polizei am Mittwochmorgen eine Wohnung und ein Geschäftsgebäude in Heerhugowaard durchsucht. Das teilten die Beamten mit. In der Ortschaft in der Provinz Noord-Holland waren in den vergangenen Wochen auch bereits vier Verdächtige gefasst worden, nachdem Ende Januar aus dem Drents Museum in Assen mehrere wertvolle Kunstschätze gestohlen wurden.

Die Beute sei aber auch bei der Durchsuchung nicht entdeckt worden, heißt es von der Polizei. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft seien jedoch Vermögensgegenstände beschlagnahmt worden – darunter eine Wohnung, Fahrzeuge und Bankkonten. Dies sei geschehen, um den durch den Kunstraub entstandenen Schaden gegebenenfalls auf die Verdächtigen abwälzen zu können.

Wert der gestohlenen Kunstschätze geht in die Millionen

In der Nacht auf den 25. Januar hatten Einbrecher die Türen zum Drents Museum aufgesprengt. Sie stahlen mehrere archäologische Meisterwerke aus Rumänien, darunter der goldene Helm von Cotofenesti und weitere Exponate der Sonderausstellung „Dakien – das Reich aus Gold und Silber“ aus dem Nationalmuseum für die Landesgeschichte in Bukarest. Bisher wurden drei Männer und eine Frau festgenommen, ein weiterer Verdächtiger gilt noch als flüchtig. Sollte es zu einer Verurteilung kommen und die gestohlenen Kunstschätze nicht wieder auftauchen, müssten womöglich die Verdächtigen finanziell dafür gerade stehen – und das könnte teuer werden: Wenn es um den Wert der Beute geht, war zuletzt von 5,8 Millionen Euro die Rede, wie RTV Drenthe berichtete. Ein niederländischer Unternehmer hatte für Hinweise eine Belohnung in Höhe von 250.000 Euro ausgelobt.

Das Auffinden der Kunstschätze habe weiterhin Priorität, hieß es am Mittwoch von der Polizei. Ein Team aus Spezialisten arbeite an der Untersuchung, darunter Forensik- und Kunstexperten. Die niederländischen Ermittler arbeiten nach eigenen Angaben auch mit Polizei und Staatsanwaltschaft in Rumänien zusammen, von wo die Kunstschätze stammen.

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