Heilige Birma-Katzen  Catfluencerin aus Wiesmoor kommt ins Fernsehen

| | 27.03.2025 17:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Miriam Döll aus Wiesmoor züchtet Heilige Birma-Katzen aus Leidenschaft. Foto: Ortgies
Miriam Döll aus Wiesmoor züchtet Heilige Birma-Katzen aus Leidenschaft. Foto: Ortgies
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Mit viel Leidenschaft züchtet Miriam Döll aus Wiesmoor Heilige Birmakatzen. Dazu gehört auch das Training. Zwei kleine Kater erwartet ein besonders wichtiger Job. Das interessiert sogar das Fernsehen.

Wiesmoor - Wer das Haus von Miriam Döll (52) und ihrem Mann betritt, muss sich zuerst die Schuhe ausziehen und die Hände waschen. Was die Gesundheit ihrer Tiere betrifft, geht sie kein Risiko ein – besonders jetzt, wo sie zwei Wochen alte Katzenbabys im Haus hat. Seit gut zehn Jahren züchtet Miriam Döll Heilige Birma-Katzen, mit viel Leidenschaft und Liebe für ihre Tiere.

Vier Katzen, darunter einen Zuchtkater, hat Miriam Döll insgesamt. Ihr Instagram-Account „Flauschfriesen“, auf dem sie seit 2019 Bilder und Videos, aber auch Wissenswertes von ihren Heiligen Birma-Katzen postet, ist mittlerweile so bekannt, dass sie etwa von der Influencer-Marketing-Plattform „Kolsquare“ auf Platz Vier der Top „Catfluencer“ in Deutschland gesetzt wurde. Auch in ein Panini-Heft haben es die flauschigen Tiere schon geschafft.

Noch schlafen die drei kleinen Katzenbabys Vincent, Milo und Kasimir die meiste Zeit. Bald beginnt ihr Training. Foto: Ortgies
Noch schlafen die drei kleinen Katzenbabys Vincent, Milo und Kasimir die meiste Zeit. Bald beginnt ihr Training. Foto: Ortgies

Zwei der Kitten erwarten wichtige Aufgaben

Die Heilige Birma ist eine aus Perser- und Siamkatzen gezüchtete Rasse und zeichnet sich aus durch langes, helles bis weißes Fell mit dunkleren Stellen, zum Beispiel im Gesicht oder an den Ohren, und blaue Augen. Heilige Birmas sind gesellige Katzen und gelten als sanft, ruhig und menschenfreundlich. Das macht sie sehr beliebt. Bis 2027 sind schon Kitten reserviert. Auch im Bereich der tiergestützten Therapie sind die Birmas gefragt, wie Miriam Döll erzählt. „Die pädagogische Arbeit mit Tieren ist gerade sehr im Kommen“, sagt sie. Zwei ihrer Kitten – Vincent und Kasimir – werden später nach Göttingen ziehen, wo sie in einer Zahnarztpraxis Kindern gegen die Angst helfen sollen.

Ende April kommt sogar ein Fernsehteam von der Sendung „Hundkatzemaus“ zu Miriam Döll und ihren Birmas, auch um den Weg von Vincent und Kasimir zu ihrer neuen Aufgabe in der Zahnarztpraxis zu begleiten. Geplant sei ein Dreiteiler, so Döll.

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Spezielles Training macht die Katzen fit für die Zukunft

Bis es so weit ist, haben sie noch ein spezielles Training vor sich. Das geht bei Miriam Döll über die Gewöhnung an menschliche Berührungen, die Transport-Box oder das Öffnen des Mauls für Untersuchungen hinaus. „Ich bereite die Katzen zum Beispiel mit Geräuschen vor“, sagt sie. Im Fall von Vincent und Kasimir plant sie etwa ein Training mit Audio-Aufnahmen aus einer Zahnarztpraxis. Auch Klickertraining hat sich Miriam Döll angeeignet. Toffie und Tamme können auf Wunsch durch einen Ring gehen, Pfötchen geben und sogar Sitz machen, wie Miriam Döll der Redaktion vorführt.

Mit den Familien, an die die Katzen mit etwa 14 Wochen gehen, hat Miriam Döll schon vor der Geburt viel Kontakt. Dazu gehören persönliche Treffen, wie sie sagt. Wenn die Katzenbabys etwa vier Wochen alt sind, kommt die neue Familie zum ersten Mal zu Besuch, um die Kleinen kennenzulernen. Bilder von den Kitten verschickt Miriam Döll bereits seit der Geburt regelmäßig – auch an den TV-Sender, der bald vorbeikommt.

Die Katzen haben ein eigenes Zimmer

Noch haben die Babys aber anderes zu tun: trinken und schlafen. Erst seit ein paar Tagen haben sie die Augen geöffnet, erzählt Miriam Döll. In einem eigens für sie eingerichteten Zimmer liegen die Katzen eingekuschelt auf einer weichen Decke in einer Box mit der Aufschrift „Cattery von den Flauschfriesen“. Mutter Thaalke gönnt sich eine kleine Auszeit und liegt auf dem Teppich in der Nähe. In einer weiteren Box, die etwas versteckt ist, liegt Mama Lou mit ihren Babys Athene und Poseidon. Auch Zuchtkater Tamme ist im Raum. „Er ist ein ganz toller Vater“, schwärmt Miriam Döll.

Rund um die Uhr ist die Züchterin für ihre Katzen da. „24/7“, sagt sie. Damit die Katzenkinder es leichter bei der Umgewöhnung haben, näht sie für sie sogar kleine Kissen in Form einer Katze, gefüllt mit dem Fell der Mutter – wegen des Geruchs. Die Kinder der Familien erhalten von ihr außerdem eine spezielle Einweisung zum richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Katzen, erzählt sie.

Training gehört dazu. Tamme kann „High Five“. Foto: Ortgies
Training gehört dazu. Tamme kann „High Five“. Foto: Ortgies

In einer schweren Zeit kam sie zu Instagram

Sogar noch Jahre nach der Übergabe hat Miriam Döll Kontakt zu den neuen Haltern der Katzen. „Bei vielen Züchtern ist es mit dem Auszug getan“, sagt sie. „Bei mir ist das anders.“ Ihr gehe es auch nicht darum, so viele Kitten wie möglich zu haben. Das Tierwohl stehe immer an erster Stelle. Das hat ihrer Meinung nach auch zum Erfolg bei Instagram geführt. Dort postet sie nicht nur süße Eindrücke, sondern auch medizinische und pädagogische Informationen.

In die sozialen Medien kam Miriam Döll aufgrund einer Erkrankung. Ihre Arbeit im pädagogischen Bereich konnte die gelernte Arzthelferin nicht mehr ausüben. Sie begann, Bilder von ihren Heiligen Birma-Katzen bei Instagram zu posten. Ob die Beschäftigung mit den Katzen dabei half, dass es ihr heute besser geht? Auf jeden Fall, das sieht man, macht sie sie glücklich.

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