Hamburg Diese 10 Tiere sind in den vergangenen 200 Jahren ausgestorben
Innerhalb der vergangenen zwei Jahrhunderte hat sich auf der Erde einiges verändert. Dazu zählt auch, dass es verschiedene Tierarten, die lange Zeit die Welt bevölkerten, heute nicht mehr gibt. Das sind zehn von ihnen.
Viele Tierarten sind in den vergangenen 200 Jahren für immer von der Bildfläche verschwunden. Dabei sind die Gründe für ihr Aussterben vielfältig. Einige von ihnen wurden durch intensive Jagd ausgerottet, andere haben ihren Lebensraum verloren und bei manchen spielten die Folgen des Klimawandels eine Rolle. Unter anderem diese zehn Arten sind mittlerweile ausgestorben.
Das Quagga (Equus quagga) war ein Tier, das dem Zebra ähnelte und einst in Südafrika beheimatet war. Es unterschied sich von üblichen Zebras durch seine einzigartige Fellzeichnung. Denn die Streifen waren nur im vorderen Körperbereich vorhanden, während der hintere Teil eher einem Pferd ähnelte.
Das letzte Quagga starb 1883 in einem Zoo in Amsterdam. Die Hauptursache für das Aussterben dieser Tierart war die exzessive Bejagung durch den Menschen. Fleisch und Fell waren begehrt.
Der Java-Tiger (Panthera tigris sondaica) war eine kleine Tigerunterart, die ausschließlich auf der indonesischen Insel Java lebte. Diese Raubkatzen wurde in den 1970er Jahren offiziell für ausgestorben erklärt, nachdem sie im gleichen Jahrzehnt zum letzten Mal gesichtet wurden.
Gründe für ihr Verschwinden war der massive Lebensraumverlust durch die Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Flächen, sowie die Wilderei.
Der Tasmanischer Tiger (Thylacinus cynocephalus), auch bekannt als Beutelwolf, war ein Beutelsäugetier, das einst in Australien und auf der Insel Tasmanien beheimatet war. Er zeichnete sich durch seine markanten Streifen am Hinterleib und seinen hundeähnlichen Kopf aus.
Der letzte bekannte Tasmanische Tiger starb 1936 in einem Zoo in Hobart, Tasmanien. Sein Aussterben wird auf die intensive Bejagung durch den Menschen, den Verlust seines Lebensraums und möglicherweise auch auf Krankheiten zurückgeführt.
Der Kaukasus-Wisent war eine Unterart des Wisents und im Kaukasusgebirge in Osteuropa beheimatet. Diese Tiere, die ein wichtiger Teil der lokalen Fauna waren, wurden in den 1920er Jahren durch den Menschen ausgerottet.
Ursächlich für das Aussterben des Kaukasus-Wisents waren die Überjagung durch den Menschen und der Verlust seines Lebensraums durch Bebauung und Landwirtschaft.
Der Falklandfuchs (Dusicyon australis), auch bekannt als Warrah, war das einzige einheimische Landsäugetier der Falklandinseln, einer abgelegenen Inselgruppe im Südatlantik.
Dieses hundeähnliche Tier spielte bis zu seiner Ausrottung um 1876 eine wichtige Rolle im Ökosystem der Inseln. Der Hauptgrund für sein Aussterben war die starke Bejagung durch Siedler, die sein Fell wollten.
Der Südliche Magenbrüterfrosch (Rheobatrachus silus) war eine in Australien beheimatete Froschart. Besonders machte ihn seine Fortpflanzungsmethode: Denn das Weibchen schluckte die befruchteten Eier und brütete die Kaulquappen in ihrem Magen aus.
Diese Art verschwand jedoch Mitte der 1980er Jahre. Die genauen Ursachen dafür sind nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Chytridpilz-Infektion, die viele Amphibien weltweit bedroht, dabei eine entscheidende Rolle spielte.
Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte war ein kleines Nagetier, das ausschließlich auf Bramble Cay lebte, einer kleinen Insel im nördlichen Great Barrier Reef in Australien. Diese unscheinbare Art war die einzige Säugetierart, die auf der kleinen Insel beheimatet war.
Im Jahr 2019 wurde die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte offiziell für ausgestorben erklärt. Ursächlich für ihr Verschwinden war der durch den Klimawandel ausgelöste Anstieg des Meeresspiegels, der ihren Lebensraum überflutete.
Das Östliche Hasenkängeru war eine kleine Känguru-Art, die in den Ebenen Südostaustraliens beheimatet war und sich durch seine hasenähnliche Fortbewegung auszeichnete. Diese Tierart verschwand um 1890.
Die genauen Ursachen für ihr Aussterben sind nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass der Lebensraumverlust durch die Ausbreitung der Landwirtschaft und die Bejagung eine Rolle spielten.
Der Kouprey (Bos sauveli) war eine wilde Rinderart, die in Südostasien, insbesondere in Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam, beheimatet war. Diese Tiere lebten in den Tieflandwäldern und Savannen der Region. Die letzten bestätigten Sichtungen gab es in den 1980er Jahren.
Die Gründe für sein Verschwinden waren mutmaßlich der Lebensraumverlust durch die Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Flächen, die Bejagung und die Auswirkungen von Kriegen in der Region.
Die Wandertaube (Ectopistes migratorius) war eine nordamerikanische Taubenart, die Anfang des 20. Jahrhunderts ausgerottet wurde. Dies war überraschend, da ihr Bestand Anfang des 19. Jahrhunderts mit noch auf rund drei bis fünf Milliarden Tiere geschätzt wurde.
Das letzte bekannte Exemplar starb 1914 in einem Zoo in Cincinnati, USA. Die Hauptursachen für das Aussterben der Wandertaube waren die exzessive Bejagung durch den Menschen, sowie der Verlust ihres Lebensraums durch die Abholzung von Wäldern.