Schleswig-Holstein Weiß, braun oder grün – Wer bestimmt die Farbe von Eiern?
Warum gibt es unterschiedliche Eierfarben? Der Grund liegt in der Genetik – und einem ganz besonderen Mitspieler: dem Hahn.
Im Volksmund hört man oft: Weiße Hühner legen weiße Eier, braune Hühner legen braune Eier. Doch spätestens, wenn ein Huhn grüne Eier legt, stellt sich die Frage: Was hat die Eierfarbe eigentlich mit dem Huhn zu tun?
„Die Federfarbe hat nichts mit der Eierschalenfarbe zu tun. Das bestimmt am Ende der Hahn“, erklärt Rassegeflügelzüchter Kurt Harbs aus Schleswig-Holstein. Die Farbe der Eier ist genetisch festgelegt – eine Hühnerrasse legt entweder weiße, braune, beigefarbene oder grüne Eier.
Doch diese Veranlagung kann sich ändern, sobald ein Hahn ins Spiel kommt. „Denn der Hahn vererbt die Eierfarbe“, sagt Harbs. Zwar legt er selbst keine Eier, doch über seine Gene beeinflusst er die Eierschalenfarbe, die seine Töchter später produzieren. „Ein Hahn, der aus einem braunen Ei geschlüpft ist, vererbt diese Farbe dann an seine Töchter weiter“, erklärt Harbs.
Wenn also ein Hahn mit der genetischen Anlage für braune Eier eine Henne tritt, die weiße Eier legt, ändert sich für diese Henne nichts – sie legt weiterhin weiße Eier. Ihre Töchter jedoch, die aus dieser Verbindung hervorgehen, werden dann braune Eier legen. Die sind zwar nicht sofort schön braun, eher erst beige, „aber dann irgendwann legen diese Nachkommen dann richtig schöne braune Eier“, sagt der Hühnerprofi. Da sieht man mal, was so ein Hahn alles bewirken kann, ohne selbst ein einziges Ei zu legen.
Die Größe von Hühnereiern hängt hauptsächlich vom Alter der Henne – junge legen kleinere, ältere größere –, der genetische Veranlagung, also der Rasse, und der Ernährung und Haltung ab. Ältere Hennen und bestimmte Rassen legen tendenziell größere Eier, während junge Hennen und kleinere Rassen kleinere Eier produzieren. Auch eine gute Ernährung und ausreichend Platz beeinflussen die Eiergröße positiv.