Germania empfängt GW Firrel Ostfriesen-Derby in Leer – beide Trainer wollen Revanche
Leer-Coach Erhan Colak und Firrel-Trainer Bernd Grotlüschen treffen an diesem Freitag schon das zweite Mal in dieser Woche aufeinander. Das erste Duell fand einen klaren Sieger.
Leer - Bei GW Firrel haben sich Erhan Colak und Bernd Grotlüschen zeitweise mehrmals die Woche gesehen. Colak war Spielertrainer, Grotlüschen Spieler. Doch das ist mittlerweile acht Jahre her. In dieser Woche sehen sich die beiden mal wieder, sogar zweimal – und das als Gegner. Am Mittwoch trafen sie als Spieler aufeinander, Erhan Colak wirkte als Gastspieler beim TV Bunde mit und gewann das ostfriesische Ü32-Halbfinale gegen GW Firrel und Bernd Grotlüschen mit 6:1. An diesem Freitag sehen sie sich als Trainer an der Seitenlinie wieder, wenn GW Firrel in der Fußball-Landesliga bei Germania Leer gastiert. Das Ostfriesen-Derby wird um 20 Uhr im Hoheellern-Stadion angepfiffen.
Beide Trainer dürften auf eine Revanche aus sein. Grotlüschen für das 1:6 am Mittwoch, Colak für das 2:7 im Landesliga-Hinspiel in Firrel. „Klar ist so eine Niederlage nicht schön“, sagt Bernd Grotlüschen. „Meine Jungs haben darauf geachtet, dass sie sich nicht verletzen und die Bunder hatten ebenfalls eine gute Truppe und richtig Bock“. Acht Akteure aus dem Firreler Landesliga-Kader haben im Ü32-Duell mit Bunde mitgespielt – Torwart Jann Hellmers auf dem Feld. Auch Julian Bennert, Firrels spielender Co-Trainer, lief auf und sah Gelb-Rot. Eine Sperre für das Landesliga-Derby zieht das aber nicht nach sich. Beim TV Bunde überragte Bezirksliga-Kapitän Markus Winkler mit drei Treffern. „Das war eine Top-Leistung von uns“, sagt Colak, der seit einem Jahr eine Gastspiel-Erlaubnis für Bunde hat, weil Leer keine eigene Ü32 hat und er gut mit Trainer Bernhard Lübbers befreundet ist.
Unser Tipp
Germania Leer – Firrel 1:4. Im Normalfall ist für die Germanen im Derby nichts zu holen. Zu hoch ist die Qualität von GW Firrel. Immerhin ein eigenes Törchen dürfte möglich sein.
Nichtantritt bei Leer kein Thema
Eine „Top-Leistung“ von seiner Leeraner Mannschaft sei auch am Freitag nötig, wenn sie für was Zählbares gegen GW infrage kommen möchte. „Es muss alles stimmen, wenn wir punkten wollen. Firrel hat individuelle Klasse und Erfahrung. Aber es ist ein Derby und da kann vieles passieren“, sagt Erhan Colak. Am vergangenen Wochenende trat sein Team aufgrund großer Personalnot zum Spiel in Melle nicht an. Ein Nichtantritt gegen Firrel steht nicht im Raum. „Der ein oder andere wird zurückkehren. Wir werden auf jeden Fall spielen“, sagt der Germania-Coach.
Sein Gegenüber Bernd Grotlüschen hat keine personellen Probleme. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Akteure dabei. Für die Grün-Weißen zählt nichts anderes als ein Sieg. „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Dafür müssen wir die restlichen Spiele konzentriert angehen“, so Grotlüschen. Firrel hat als Zehnter vier Punkte Rückstand auf den Neunten TV Dinklage und noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Germania Leer ist abgeschlagen mit drei Punkten Letzter, hofft aber noch darauf, die Saison nicht sieglos zu beenden.