Unfall in Halbemond Ursache des tödlichen Unfalls einer 17-Jährigen weiter unklar
Warum die junge Motorradfahrerin von der Straße abkam, steht noch nicht fest. Wovon die Polizei bisher ausgeht.
Marienhafe/Aurich - Knapp fünf Wochen nach dem tragischen Unfall in Halbmond, bei dem eine 17-jährige Motorradfahrerin aus Marienhafe ums Leben kam, sind die Umstände weiter unklar. Die Ursache sei aus polizeilicher Sicht bisher nicht feststellbar gewesen, teilte die Sprecherin der Polizeiinspektion Aurich-Wittmund, Nancy Rose, auf Anfrage mit.
Wie berichtet, war die 17-Jährige am Ostersonntag kurz vor Mitternacht in der Gemeinde Halbemond (Samtgemeinde Hage) mit ihrem Kleinkraftrad von der Halbemonder Straße abgekommen und gegen eine Straßenlaterne geprallt. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen.
Zeugenaufruf blieb erfolglos
Warum sie von der Straße abkam, ist unklar. Auch ein mehrfach wiederholter Zeugenaufruf der Polizei blieb erfolglos. Laut Rose hat die Polizei die Akte inzwischen an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Die Polizei geht demnach weiter davon aus, dass die 17-Jährige die einzige Unfallbeteiligte war. Es habe keine Hinweise auf eine Alkohol- oder Drogenbeeinflussung gegeben.
Der Unfallhergang lasse sich nicht exakt rekonstruieren, hieß es. Hinweise auf Fremdschulden werde ausgeschlossen. „Alles andere sind Mutmaßungen“, so die Sprecherin. Keine Klarheit brachten auch Überwachungskameras in der Nähe der Unfallstelle. Diese seien auf private Grundstücke gerichtet. Auf den Aufnahmen seien zwar Geräusche zu hören und Lichtschein zu sehen, nicht aber das Unfallgeschehen.
Gedenkfahrt am Sonntag
Am morgigen Sonntag, 25. Mai, findet eine von der Motorradgemeinschaft „Rennhobel Ostfriesland“ organisierte Gedenkfahrt für die 17-Jährige statt. Der Korso startet um 13.15 Uhr vom Combi-Parkplatz in Victorbur, wo sich die Teilnehmer ab 12.30 Uhr treffen. Er führt zum Elternhaus der 17-Jährigen in Marienhafe. Dort sollen 2300 Euro an die Angehörigen übergeben werden, die, wie berichtet, nach einem Spendenaufruf der „Rennhobel“ zusammengekommen waren.