Den Haag Trump leakt persönliche Nachricht von Nato-Chef Rutte – das steht drin
Kurz vor dem Nato-Gipfel in Den Haag hatte US-Präsident Donald Trump eine persönliche Nachricht von Generalsekretär Mark Rutte bekommen – die er prompt auf seiner Online-Plattform Truth Social postete. Was der Text über das Verhältnis zwischen den Bündnispartnern und den USA verrät.
Insgesamt 32 Mitgliedsstaaten umfasst die Nato, doch beim Treffen in Den Haag sind die Augen vor allem auf US-Präsident Donald Trump gerichtet. Mark Rutte, der Generalsekretär des Bündnisses, möchte um jeden Preis dafür sorgen, dass die USA weiterhin der Militärgemeinschaft angehören. Das zeigt sich auch in einer Nachricht, die er dem Republikaner kurz vor dem Gipfel zukommen ließ.
Darin beglückwünschte Rutte den US-Präsidenten überschwänglich zu den Erfolgen in den vergangenen Tagen, wie etwa die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran. „Ich gratuliere Dir und danke Dir für Dein entschlossenes Handeln im Iran, das wirklich außergewöhnlich war und das sich sonst niemand getraut hat zu tun“, lobte Rutte. Trump wiederum veröffentlichte das Schreiben kurzerhand auf seiner Online-Plattform Truth Social.
Rutte, dessen Büro den Inhalt der Nachricht bestätigte, kopierte in dem Schreiben zum Teil Trumps Stil beim Verfassen von Botschaften, etwa durch das Verwenden von Großbuchstaben. „Europa wird auf GROSSE Art und Weise Geld ausgeben, so wie es sein sollte, und das wird Dein Sieg sein“, heißt es in der Nachricht.
„Heute Abend fliegst Du zu einem weiteren großen Erfolg in Den Haag“, schrieb Rutte mit Verweis auf den Nato-Gipfel in Den Haag, wo am Mittwoch das Ausgabenziel der Nato-Länder beschlossen werden soll. Es sieht vor, dass die Verbündeten bis 2035 mindestens 3,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung sowie weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Infrastruktur ausgeben. Das entspricht zusammen den fünf Prozent, die Trump von den Alliierten gefordert hatte.
„Es war nicht einfach, aber wir haben sie alle dazu gebracht, sich zu den fünf Prozent zu verpflichten“, heißt es in Ruttes Nachricht an Trump. Das sei etwas, das „KEIN amerikanischer Präsident in Jahrzehnten geschafft hat“.
Rutte sagte am Mittwoch, es sei „völlig in Ordnung“, dass Trump die Nachricht veröffentlicht habe. Auf die Frage, ob ihm dies nicht peinlich sei, sagte er. „Absolut nicht – was in dieser Textnachricht steht, ist eine Darstellung von Tatsachen.“
Mit Material von AFP.