68-Jähriger vor Gericht Totschlag in Emden – Prozess hat begonnen
Ein 68-jähriger Emder soll im Januar 2025 seine Ehefrau erstochen haben. Von diesem Donnerstag an steht er in Aurich wegen Totschlags vor Gericht.
Aurich/Emden - Am Landgericht Aurich hat am Donnerstag, 26. Juni 2025, ein Prozess wegen Totschlags begonnen. Ein 68-jähriger Emder soll am 19. Januar 2025 seine Ehefrau umgebracht haben.
Die Staatsanwaltschaft Aurich wirft dem Angeklagten vor, mit der 65-Jährigen in Streit geraten zu sein und sie dabei durch Stichverletzungen mit einem Messer getötet zu haben. Nach der Tat, die sich in der gemeinsamen Wohnung im Emder Stadtteil Larrelt abgespielt haben soll, wählte der 68-Jährige gegen 10.50 Uhr selbst den Notruf. Daraufhin wurde er von der Polizei festgenommen. Die Beamten fanden das Opfer leblos auf.
Fünf Jahre bis lebenslänglich
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich erließ das Amtsgericht Emden am 20. Januar 2025 Haftbefehl. Seitdem sitzt der 68-Jährige in Untersuchungshaft. Für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Aurich unter Vorsitz von Richter Malte Sanders sind zwei weitere Termine angesetzt. Das Urteil fällt voraussichtlich am 10. Juli 2025. Für den ersten Verhandlungstag sind sechs Zeugen und ein Sachverständiger geladen.
Dem Angeklagten droht ein langjähriger Gefängnisaufenthalt. Totschlag wird laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren geahndet, in besonders schweren Fällen mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe.