Nach tödlichem Unfall Wieso war die Ampel in Uthwerdum defekt?
Am vergangenen Sonntag ist die Ampelanlage an der Kreuzung in Uthwerdum ausgefallen. Um 19.30 Uhr ließ eine Autofahrerin zwei Motorradfahrer durch. Einen weiteren übersah sie offenbar.
Südbrookmerland - Am Sonntagabend, 27. Juli 2025, ist es in Südbrookmerland zu einem schweren Unfall gekommen. Wie die Polizei am Montag auf Nachfrage bestätigte, ist dabei ein 38-jähriger Motorradfahrer so schwer verletzt worden, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Wie Johannes Booken von der Landesverkehrsbehörde in Aurich auf Nachfrage sagte, ist das Licht der Ampelanlage am Sonntag gegen 15.30 Uhr erloschen. Anders als sonst, wo manchmal Zusammenstöße von Autos mit der Ampel oder dem Schaltkasten für einen Ausfall sorgen, lag es diesmal an einem technischen Defekt an einem Modul. Die Straßenwärter hätten die Ampel ohne Ersatzteil am Sonntag nicht mehr reparieren können. Die Signalbaufirma sei umgehend informiert worden und habe den Schaden am Montag behoben. Nach einem rund 24-stündigen Ausfall sei die Ampel nun wieder in Betrieb.
Insassinnen des Autos schwer verletzt
Da war der Unfall aber längst passiert: Eine 77-jährige Autofahrerin aus Aurich war gegen 19.30 Uhr auf der Uthwerdumer Straße in Richtung Bundesstraße 72/210 unterwegs. Sie ließ laut Polizeisprecherin Wiebke Baden dort zwei vorfahrtberechtigte Motorräder passieren, übersah dann aber offenbar einen weiteren Motorradfahrer, der aus Richtung Emden kam.
Als die Autofahrerin die Kreuzung geradeaus in Richtung Forlitzer Straße überqueren wollte, kam es zur Kollision. Der 38-jährige Motorradfahrer aus Hage erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die 77-Jährige und ihre 57-jährige Beifahrerin wurden laut Baden schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die Kreuzung war bis etwa 22.30 Uhr voll gesperrt. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei sowie Notärzte waren zum Unfall ausgerückt.