Israel Israel hält an Freilassung aller Geiseln fest: Vorschlag zur Waffenruhe vor dem aus?
Israel besteht in den Gaza-Verhandlungen weiterhin auf der Freilassung aller Geiseln. Ein Vermittler-Vorschlag zu Waffenruhe und Geiselaustausch steht damit auf der Kippe. Bleibt Netanjahu hart?
Israel hält in den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen einem hochrangigen Regierungsvertreter zufolge an seiner Forderung nach der Freilassung aller Geiseln fest. Israels Haltung in dieser Frage habe sich „nicht geändert“, sagte der Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Israel fordere die „Freilassung aller Geiseln“ aus der Gewalt der Hamas.
Der Regierungsvertreter äußerte sich zu der Frage nach dem jüngsten Vorschlag der Vermittler USA, Katar und Ägypten. Diese Haltung entspreche den „vom Kabinett festgelegten Grundsätzen zur Beendigung“ des Krieges, sagte er weiter und fügte hinzu: „Wir befinden uns in der entscheidenden Endphase gegen die Hamas und werden keine Geiseln zurücklassen.“ Zuvor hatten israelische Medien ähnliche Äußerungen aus Regierungskreisen zitiert.
Der jüngste Vermittler-Vorschlag sieht die Freilassung einiger - aber nicht aller - Geiseln in zwei Stufen während einer 60-tägigen Waffenruhe vor. Die islamistische Hamas hatte dem Vorschlag nach eigenen Angaben am Montag zugestimmt.
Eine offizielle Antwort aus Israel stand indes am Dienstag weiter aus. Israelischen Medienberichten zufolge soll die israelische Antwort auf den Vorschlag „vor Ende der Woche“ erfolgen. Demnach wird Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den Vorschlag prüfen.
Vergangene Woche hatte Netanjahu erklärt, Israel werde nur einer Vereinbarung zustimmen, „bei der alle Geiseln auf einmal und zu unseren Bedingungen freigelassen werden, um den Krieg zu beenden“.
Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Die Islamisten halten noch immer 49 Geiseln in ihrer Gewalt, darunter auch deutsch-israelische Doppelstaatler. 27 von ihnen sind nach Einschätzung der israelischen Armee tot.
Israel geht seit dem Hamas-Großangriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 62.000 Menschen getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.