Kickers bei St. Pauli II Bayer Felix Göttlicher grüßt freundlich mit „Servus“
Kickers Emden möchte beim FC St. Pauli nachlegen. Für Stabilität in der Abwehr soll der gebürtige Ingolstädter Felix Göttlicher sorgen. Im Podcast spricht er über seine bisher schönste Profi-Station.
Hinte - Nur noch mit seinen Eltern und Großeltern spricht Felix Göttlicher bayrisch. Aber in unseren Podcast „Inside Kickers – dem Fußball-Podcast für Ostfriesland“ startet Felix Göttlicher mit einem freundlichen „Servus“. Der Innenverteidiger vom Fußball-Regionalligisten Kickers Emden kommt gebürtig aus Ingolstadt und hat in seiner Jugendzeit die erstklassige Ausbildung bei einigen bayrischen Topvereinen genossen (FC Ingolstadt, FC Bayern, FC Augsburg und SpVg Unterhaching).
Im August lockte ihn Henning Rießelmann dann zu Kickers Emden. „Schon im Mai hatten wir zum ersten Mal miteinander telefoniert. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch noch andere Optionen“, erklärte Göttlicher, der sich einen Stammplatz erkämpfen konnte. Bevor er sich für den BSV entschied, erkundigte er sich noch bei den Kickers-Neuzugängen Torhüter Norman Quindt und Nick Stepantsev, mit denen er in der vergangenen Saison noch zusammen in der 3. Liga für Hannover 96 spielte.
Schönste Zeit bisher beim SV Sandhausen
Insgesamt kommt er in seiner Karriere auf 41 Drittliga-Spiele für die SpVg Unterhaching, den SV Sandhausen und Hannover 96. Seine schönste Zeit hat er beim SV Sandhausen verbracht. „Aus dieser Zeit bin ich auch noch mit einigen Spielern eng befreundet. Das ist in einer Profimannschaft , so ehrlich muss man sein, eher selten der Fall, weil es sind dann halt irgendwo auch einfach nur Arbeitskollegen.“
Natürlich hat er auch schon gegen einige Traditionsvereine in großen Stadien spielen dürfen: „Vor 30.000 Zuschauern in Dresden zu spielen, das ist schon etwas Besonderes. Auch die Stadien in Rostock oder Essen haben mich beeindruckt.“ Den positiven Trend der letzten Spiele (7 Punkte aus drei Spielen) möchte Göttlicher im Auswärtsspiel am Mittwochabend beim FC St. Pauli (19 Uhr) natürlich gerne fortsetzen.
„Mal sehen, wie gut Oldenburg wirklich ist“
„Ich bin überzeugt davon, dass wir durchaus noch oben mitreden können. Bald spielen wir ja auch in Oldenburg. Dann will ich mal sehen, wie gut die wirklich sind. Wenn wir diszipliniert spielen, wird es auch schwer, uns zu schlagen.“ Im letzten Heimspiel gegen Lohne glänzte Göttlicher auch als doppelter Torschütze. „An zwei eigene Tore in meiner Profikarriere kann ich mich nicht erinnern, das war sicher zuletzt in der Jugend.“ Eine seine Hauptaufgaben sieht er auch darin, mit seiner Erfahrung als Führungsspieler voranzugehen. Damit meint er zum einen die sportliche Leistung auf dem Platz, aber auch eine positive Ausstrahlung in den Momenten, wo es vielleicht mal nicht so läuft.
Damit es auch beim FC St. Pauli II mit Punkten weitergeht, hat Co-Trainer Markus Unger den kommenden Gegner am vergangenen Samstag beim 2:0-Erfolg beim HSC Hannover persönlich unter die Lupe genommen. Unger wird wie schon in den letzten Partien zusammen mit Bastian Dassel die Mannschaft einstellen, Trainer Stefan Emmerling kann sich noch nicht mit auf den Weg nach Hamburg machen und kuriert weiter seine Infektion aus. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hat St. Pauli die Hannoveraner überrannt. Das sind alles sehr gut ausgebildete Spieler mit einer hohen Qualität“, warnt Unger.
Kickers bezieht in Hamburg ein Tageshotel
Damit die Emder bestens vorbereitet in die Partie gehen können, wurde dank der Kontakte von Henning Rießelmann in Hamburg ein Tageshotel gebucht. Die Emder Mannschaft macht sich bereits um 8 Uhr auf den Weg nach Hamburg. „Sonst wären wir in Bremen und dann auch noch in Hamburg in den Berufsverkehr gekommen. So haben wir eine optimale Vorbereitung aufs Spiel“, so Unger. Verzichten müssen die Emder in Hamburg weiterhin auf Tobias Steffen und Nick Stepantsev, ansonsten sind alle Spieler an Bord.