Osnabrück  Hallensport-Highlights: Panthers und Dragons feiern ihre ersten Heimsiege der Saison

Heike Dierks, Malte Schlaack und Peter Vorberg
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Von Heike Dierks, Malte Schlaack und Peter Vorberg
| 12.10.2025 15:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 6 Minuten
Dynamisch: Die Basketballerinnen der Girolive Panthers Osnabrück um Océane Monpierre bezwangen die Eisvögel Freiburg am Sonntagnachmittag in der 1. DBBL deutlich. Foto: Helmut Kemme
Dynamisch: Die Basketballerinnen der Girolive Panthers Osnabrück um Océane Monpierre bezwangen die Eisvögel Freiburg am Sonntagnachmittag in der 1. DBBL deutlich. Foto: Helmut Kemme
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Girolive Panthers, Artland Dragons und BBC: Alle drei hochklassigen Basketballteams der Region Osnabrück feiern die ersten Heimsiege der Saison. Und Volleyball-Drittligist VfL Lintorf verteidigt die Tabellenführung. Derweil sind die Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte beim Topteam chancenlos.

Im Basketball bejubeln die Panthers Osnabrück einen Kantersieg gegen Freiburg, auch der BBC Osnabrück siegt deutlich gegen Lichterfelde, die Artland Dragons bezwingen nach einem Stotterstart Wolmirstedt. Die Volleyballer des VfL Lintorf gewinnen in Bielefeld – und verpassen im Pokal die Überraschung. Die Handballer des TV Bissendorf-Holte unterliegen indessen Emsdetten. Die Hallensport-Highlights des Wochenendes.

Die Girolive-Panthers Osnabrück haben ihr erstes Heimspiel der Bundesligasaison 2025/26 dank einer motivierten Vorstellung gegen die bis dato punktlosen Eisvögel Freiburg klar mit 92:65 (47:26) gewonnen. Das Team von Trainer Sasa Cuic war dem Gegner aus dem Breisgau vor 750 Zuschauern in ausverkaufter Halle in allen Belangen überlegen. Beste Werferinnen im Team der Gastgeberinnen, die jetzt eine Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlage aufweisen, waren Lina Sontag (19/3), Stina Almqvist (18/2), Brianna Rollerson (14) Kennedy Dickie (12/3) und Kristen Spolyar (11/1).

Die Panthers legten am Sonntagnachmittag mit einem lautstarken Publikum im Rücken los wie die Feuerwehr. Besonders die erste Fünf mit Oceane Monpierre, Spolyar, Dickie, Sontag und Rollerson hinterließ auf Anhieb einen super Eindruck. Die Gäste, die mit der Ex-Osnabrückerin Antonia Kraushaar (7 Punkte) antraten, kamen mit der dynamischen Spielweise der Panthers nicht zurecht. So führten die Gastgeberinnen nach dem ersten Viertel bereits mit 29:12. Im zweiten Abschnitt wechselte OSC-Coach Cuic zunächst vermehrt durch, die Eisvögel kamen auf 35:21 ein wenig heran. Doch Osnabrück zündete daraufhin den nächsten Turbo und ging auch dank der Dreier von Dickie, Almqvist und Sontag sowie der Stärke von Rollerson am Brett mit einer 47:26-Führung in die Pause. In der zweiten Hälfte probierte Cuic viel, gab allen Einsatzzeiten, der hohe Sieg geriet aber trotzdem nicht in Gefahr.

Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück haben ihre Siegesserie in der 2. Liga fortgesetzt und am Sonntagnachmittag das erste Heimspiel der Saison mit 84:67 (23:9, 23:18, 21:16, 17:24) gegen TuS Lichterfelde gewonnen. Es war der vierte Sieg im vierten Match für das Team von Radion Gross. Osnabrück bleibt damit ungeschlagener Tabellendritter der 2. DBBL Nord.

Der BBC übernahm im ersten Viertel gleich die Führung. „Unser Vorsprung war nie in Gefahr. Trotzdem konnten wir nicht wie geplant unser Spiel aufziehen, es fehlte gegen sehr aggressive und physische Berlinerinnen der Spielfluss“, sagte der Trainer nach der Partie. Doch auf die Durchschlagskraft seiner erfahrenen Spielerinnen war Verlass. Topscorerin bei den Gastgeberinnen war Tonia Dölle mit 30 Punkten, auch Michelle Müller (15), Emily Enochs (13) und Anne Potratz-Bramscher (12) trafen zweistellig. Insgesamt kam das Team auf eine starke Freiwurfquote von 93 Prozent: 25 von 27 Freiwürfen saßen. Die erst 16-jährige Milla Köpke feierte bei den Black Bulls ihr Debüt. „Das hat sie sehr gut gemacht“, lobte Gross das Talent.

Nach zehn Minuten des Heimspiels der Artland Dragons gegen die SBB Baskets Wolmirstedt musste Hendrik Gruhn deutlich werden: „Ich habe sie daran erinnert, dass wir uns doch bitte an den Gameplan halten sollen. Die Punkte, die wir kassiert haben, resultierten aus unseren Fehlern und nicht der Qualität des Gegners. Das war dann ab dem zweiten Viertel besser und damit der Turnaround“, sagte der Coach der Drachen. 13:25 lag sein Team nach zehn Minuten zurück und machte dabei in der Tat einen schlechten Eindruck.

Danach aber passte die Energie auf beiden Seiten des Feldes. Mit erneut der vollen Rotation von zwölf Spielern übernahmen die Dragons gegen personell geschwächte Gäste nach und nach die Kontrolle. Das zweite Viertel dominierten sie mit 31:13 und hielten diese Führung für den Rest des Spiels. Angeführt von Amir Hinton (22 Punkte) und Ben Burnham (12 Punkte, 9 Rebounds) machte das Team im dritten Spiel zum dritten Mal einen hohen Rückstand zu Beginn wett, was mit nun zwei Siegen und der knappen Niederlage zu Saisonbeginn reichte. „Ich habe den Begriff Prozess hier schon 700.000 Mal in den Mund genommen, auch innerhalb der Mannschaft. Für mich ist cool zu sehen, dass wir wieder einen Schritt nach vorne machen, aber wir sind noch lange nicht am Ende“, betonte Gruhn. Am kommenden Samstag reisen die Dragons zum BBC Bayreuth.

Der Liveblog zum Nachlesen: Artland Dragons feiern nach Katastrophenstart ersten Heimsieg

Zum Auftakt der Wochenend-Doppelmission mit Spielen in Liga und Pokal an zwei Tagen nacheinander haben die Volleyballer des VfL Lintorf am Samstagabend im Drittliga-Derby beim TPSV Bielefeld die Oberhand behalten. Der Gast schlug den Aufsteiger mit 3:1 (25:22, 25:21, 16:25, 25:15) und verteidigte somit am vierten Spieltag die Tabellenführung. Dabei benötigte Lintorf zunächst etwas Zeit, um in den ersten Satz zu finden. „Die volle Punkteausbeute ist das Wichtigste“, sagte Trainer Ewald Derksen erleichtert.

Die Zuschauer, darunter 50 Lintorfer, sahen laut Derksen ein „wildes Spiel“. Bielefeld kämpfte um jeden Ball. Der Gast stand stabil in der Annahme, zog ein gutes Aufbauspiel auf und schlug gut auf. Wertvollster Spieler wurde der Lintorfer Lars Wittkötter. Ein Sonderlob gab es vom Trainer für den fleißigen Punktelieferanten Thies Meyer. Nun hat der VfL nach vier Partien zehn Punkte und drei Siege auf dem Konto.

Am Sonntag richtete Lintorf dann die Endrunde im Nordwestdeutschen Pokal aus. Nach einer 1:2-Niederlage gegen den Ligarivalen Tecklenburger Land Volleys und einem 2:1-Sieg gegen den Regionalligisten Wolfenbütteler VC stand der Gastgeber im Halbfinale. Dort wartete der Zweitligist TSV Giesen. Lintorf gewann vor einer tollen Kulisse zwar den ersten Satz gegen den Favoriten, zog am Ende aber mit 1:2 den Kürzeren. „Wir haben richtig gut gespielt und gehen mit einem guten Gefühl aus diesem Wochenende“, bilanzierte VfL-Trainer Derksen.

Die Hürde war zu hoch für die Handballer des TV Bissendorf-Holte beim Tabellendritten der 3. Liga. Das Team von Trainer Timon Döring unterlag am Samstagabend dem noch ungeschlagenen TV Emsdetten deutlich mit 24:42. Es war die siebte Niederlage im achten Spiel. Bester Werfer beim TVBH war Dennis Bormann mit fünf Treffern. Im ersten Durchgang vor 1900 Zuschauern in Emsdetten hielt der Außenseiter ergebnistechnisch bis zum Stand von 9:9 in der 16. Minute gut mit, dann setzte sich der Gastgeber immer weiter ab. Zur Halbzeit lag der Gast bereits 11:20 hinten.

„Wir haben zu viele Fehler gemacht, die zu vielen Tempogegenstößen und zu der Hypothek geführt haben. Es fehlte auch ein bisschen die kämpferische Leistung. Irgendwann haben wir uns hängen lassen“, analysierte Döring. Jetzt gelte es, das Spiel schnell abzuhaken, denn am kommenden Sonntag, 19. Oktober, wird die Aufgabe nicht leichter für die Bissendorfer: Dann empfängt der Tabellenvorletzte den Spitzenreiter TuS Vinnhorst.

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