Georgsmarienhütte/Osnabrück Gleichzeitige Sanierungen auf A33 und B51: Droht der Verkehrsinfarkt im Osnabrücker Südkreis?
Die B51 und die A33 sind die wichtigsten Verkehrsachsen zwischen dem Südkreis und der Stadt Osnabrück. Seit kurzem haben Autofahrer auf beiden Strecken mit Baustellen zu kämpfen. Viele fragen sich: Muss das gleichzeitig passieren?
Die Reaktionen auf die Ankündigung der Bauarbeiten auf der B51 zwischen Osnabrück und Georgsmarienhütte ließen nicht lange auf sich warten: Muss das sein, ausgerechnet jetzt, wo parallel an der A33 gearbeitet wird?
Seit Ende September ist die Auffahrt der Anschlussstelle Borgloh/Kloster Oesede in Fahrtrichtung Osnabrück gesperrt – und bleibt es für ein Jahr. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten auf der A33 zwischen der Anschlussstelle Harderberg und dem in Richtung Hilter gelegenen Parkplatz Teutoburger Wald. Auf der Autobahn selbst müssen sich Lkw und Autos in Richtung Osnabrück die einzig verbliebene Spur teilen.
Das wird auch noch eine Weile so bleiben. Denn laut Auskunft der zuständigen Autobahn Westfalen soll zur Vorbereitung von Arbeiten auf der Richtungsspur nach Bielefeld der gesamte Verkehr auf die Fahrbahn in Richtung Osnabrück verlegt werden. Dort stehen dann zwei Fahrspuren Richtung Bielefeld sowie eine Spur für den Verkehr Richtung Osnabrück zur Verfügung. Es dürfte also vor allem für Autofahrer mit Ziel Osnabrück eng werden. Autobahn Westfalen rechnet denn auch mit Beeinträchtigungen, insbesondere zu Stoßzeiten.
Die B51 zwischen Glandorf und Osnabrück ist angesichts dieser Aussichten sicher für einige eine Alternative. Die beiden Süd-Nord-Hauptstrecken nach Osnabrück trennen nur wenige Kilometer. Doch Anfang der Woche erhielten auch hier die Absperrbaken Einzug. Auf Höhe der Anschlussstelle Osnabrück-Nahne geht es derzeit in beide Richtungen nur einspurig vorwärts. Im Zentrum der Maßnahme steht eine deutliche Verbreiterung des Radwegs neben der B51.
Warum wird so etwas nicht besser abgestimmt, fragen sich nun viele NOZ-Leser. Dazu äußert sich auf Nachfrage die für den B51-Umbau zuständige niedersächsische Landesstraßenbaubehörde. Die Aussage der Pressesprecherin Christine Wehlage: Mehrere Monate vor Beginn der Arbeiten hätten umfangreiche Abstimmungen stattgefunden. „Die Landesbehörde, die Verkehrsbehörde und die Autobahn GmbH hatten keine Bedenken, dass die Bauarbeiten auf der A33 und die Bauarbeiten an der B51 zeitgleich stattfinden.“ Auch die Stadt Georgsmarienhütte habe die notwendige „verkehrsbehördliche Anordnung“ erteilt.
Wehlage weist darauf hin, dass von dem für lediglich vier Wochen geplanten ersten Bauabschnitt die ersten beiden in den Herbstferien liegen, in denen weniger Pendlerverkehr zu erwarten sei. Und in der Tat halten sich die Stauphasen in dieser Woche noch in Grenzen.
Wenn es witterungsbedingt gut läuft, werde man sich in diesem Jahr noch weiter auf den Harderberg hocharbeiten. Dann geht es auf der östlichen, zum Franziskus-Hospital gelegenen Seite weiter. Der Endpunkt des 3,3 Kilometer langen Sanierungsstücks liegt in Oesede unmittelbar an der Auffahrt in der Verlängerung der Straße Osterheide.
Perspektivisch betont Wehlage, dass auch während späterer Bauphasen in jede Fahrtrichtung immer eine Fahrspur zur Verfügung stehe, sodass der Verkehrsfluss auf der B51 aufrechterhalten werde. Das Ende der Baumaßnahme ist für Herbst 2026 vorgesehen – wenn das Wetter mitspielt.