Osnabrück Laute Geräusche am Dienstagabend: Jets der Bundeswehr fliegen über Landkreis Osnabrück
Zwei Tornado-Jets der Bundeswehr rasten am Dienstagabend, 21. Oktober, mit 737 km/h über Melle und Ankum im Landkreis Osnabrück – in nur wenigen hundert Metern Höhe. Die Bundeswehr erklärt Route und Zweck des Einsatzes.
Mehrere Bewohner im Landkreis Osnabrück haben am Dienstagabend, 21. Oktober, laute Fluggeräusche vernommen. Ein Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr hat auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, woran das lag: Zwei Tornado-Kampfflugzeuge seien im Rahmen eines Trainingsflugs über dem Landkreis unterwegs gewesen. Die beiden Maschinen gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 51 mit Sitz in Schleswig.
Zuerst sind die Tornados laut eines Sprechers über dem nordöstlichen Bereich von Osnabrück geflogen. Mit einer Geschwindigkeit von 737 Kilometern pro Stunde rasten sie um 20.42 Uhr aus Richtung Ankum kommend nach Bielefeld. Dabei befanden sie sich in einer Höhe von 296 und 650 Metern. Bei diesem Flug wurde auch der Bereich Melle passiert – dort wurden Flughöhen von 600 und 1.140 Metern erreicht.
Um 20.46 Uhr wechselten die Jets nach Angaben eines Sprechers in den zeitweise gesperrten Luftraum TRA Münsterland. Dort flogen sie bis 21.12 Uhr in Höhen zwischen 3.048 und 5.791 Metern mit einer Geschwindigkeit von rund 722 Kilometern pro Stunde.
Durch die hohe Geschwindigkeit erzeugen die Jets einen deutlichen Lärm. Ein Sprecher erklärt, dass militärischer Flugbetrieb in ganz Deutschland zulässig ist und nicht an feste Routen gebunden ist. Dennoch gebe es Regeln für die Piloten: Kampfflugzeuge dürfen über dünner besiedeltem Gebiet ab 150 Metern über Grund fliegen. Über Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern gilt eine Mindesthöhe von 600 Metern.
Es werde zwar grundsätzlich versucht, bewohnte Gebiete zu meiden – wegen der dichten Besiedlung in Deutschland sei das jedoch oft nur eingeschränkt möglich. Die Planung militärischer Übungsflüge obliege den fliegenden Verbänden und richte sich unter anderem nach der aktuellen Wetterlage sowie der Verfügbarkeit von Personal und Material.
Für Anwohnerinnen und Anwohner im Landkreis bedeutet das: Auch in Zukunft könnten ähnliche Flugbewegungen über dem Landkreis Osnabrück erfolgen.