Osnabrück  Die Astschere, die nie kam: Osnabrücker Polizei warnt vor Betrügern auf Kleinanzeigen

Corinna Berghahn
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Von Corinna Berghahn
| 28.10.2025 16:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei Osnabrück warnt vor Kriminellen, die über Online-Kleinanzeigen Käufer und Verkäufer täuschen. Foto: IMAGO/Zoonar
Die Polizei Osnabrück warnt vor Kriminellen, die über Online-Kleinanzeigen Käufer und Verkäufer täuschen. Foto: IMAGO/Zoonar
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Drei Klicks, drei Betrugsfälle: Die Polizei Osnabrück warnt vor Kriminellen, die über Online-Kleinanzeigen Käufer und Verkäufer täuschen. Im Oktober verschwanden Geldbeträge und Daten – oft nach nur wenigen Sekunden Unachtsamkeit.

Eine Astschere, eine Grafikkarte, ein Gartentisch – täglich wechseln über Online-Kleinanzeigen unzählige Dinge den Besitzer. Meist läuft alles reibungslos. Doch die Polizei Osnabrück warnt: Zwischen ehrlichen Verkäufern und Käufern tummeln sich immer wieder Betrüger, die es auf Geld oder persönliche Daten abgesehen haben. Drei aktuelle Fälle aus dem Oktober zeigen, wie schnell man in die Falle tappen kann.

25 Euro, ein fairer Preis – dachte sich ein Käufer aus dem Osnabrücker Raum. Bezahlt wurde fix per „PayPal Freunde“, schließlich wollte man es unkompliziert halten. Doch kurz nach der Überweisung: Das Verkäuferkonto war gelöscht, die Astschere nie gesehen.

Merke: Die Funktion „PayPal Freunde“ bietet keinen Käuferschutz. Wer darüber bezahlt, trägt das volle Risiko.

Eine Verkäuferin erhielt eine E-Mail – angeblich von „Kleinanzeigen“. „Bitte E-Mails prüfen, hier klicken!“ stand dort. Sie klickte, gab ihre Kreditkartendaten ein – und kurze Zeit später waren 700 Euro weg, in Echtzeit.

Merke: Niemals auf Links in E-Mails klicken. Die Plattform selbst fragt nie nach Zahlungsdaten.

190 Euro für eine Grafikkarte – ein echtes Schnäppchen, dachte ein Käufer. Nach der Überweisung herrschte Funkstille. Nachrichten wurden gelesen, aber nie beantwortet.

Merke: Wenn ein Profil neu ist und der Preis zu gut klingt, um wahr zu sein – dann ist er es meistens auch.

Die Polizei Osnabrück rät, beim Online-Handel über Kleinanzeigen besonders aufmerksam zu sein. Käuferinnen und Käufer sollten nur sichere Bezahlmethoden nutzen und niemals persönliche Daten über Links oder E-Mails eingeben. Auch das eigene Bauchgefühl sei ein wichtiger Ratgeber: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das in den meisten Fällen auch.

In allen drei Fällen wird inzwischen wegen Betrugs ermittelt. Die Beamten hoffen, mit diesen Beispielen Käufer und Verkäufer zu sensibilisieren – damit aus dem digitalen Flohmarkt kein Tatort wird.

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