Osnabrück  Zahl ausländischer Studenten an der Uni Osnabrück steigt – woher kommen die meisten?

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 28.10.2025 19:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Osnabrück ist bei ausländischen Studenten beliebt. Foto: Imago Images/Depositphotos
Osnabrück ist bei ausländischen Studenten beliebt. Foto: Imago Images/Depositphotos
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An der Uni Osnabrück studieren immer mehr Ausländer. Und: Anders als an deutschen Hochschulen üblich, kommen die meisten von ihnen nicht aus China oder Indien – sondern aus einem ganz anderen Land.

Laut OECD-Studie ist der Anteil internationaler Studierender in Deutschland 2023 auf 12,7 Prozent gestiegen. Vor zehn Jahren lag er noch bei 7,1 Prozent. Während bundesweit Studierende aus Indien und China dominieren, zeigt sich an der Universität Osnabrück ein anderes Bild.

Im Wintersemester 2024/25 studierten laut Mitteilung 1365 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit an der Uni Osnabrück. Das sind rund 500 mehr als vier Jahre zuvor. Insgesamt hat die Uni etwa 13.350 Studierende. Die meisten ausländischen Studierenden in Osnabrück kommen aus der Türkei (180), gefolgt von Indien (151) und dem Iran (107). China belegt nur Platz sechs – hinter Syrien und Ägypten.

Ein Grund für den hohen Anteil türkischer Studierender in Osnabrück ist laut Malte Paolo Benjamins, Leiter des International Office, die große Zahl sogenannter Bildungsinländer. Diese Studierenden besitzen die türkische Staatsangehörigkeit, haben aber ihr Abitur in Deutschland erworben. Sie gelten deshalb als internationale Studierende, obwohl sie oft in Deutschland aufgewachsen sind.

Die internationale Studierendenschaft konzentriert sich nach Angaben der Uni Osnabrück stark auf Studiengänge in englischer Sprache. Dazu zählen vor allem die Masterstudiengänge Economics (Volkswirtschaftslehre), Biology (Biologie), Cognitive Science (Kognitionswissenschaft), Conflict Studies and Peacebuilding (Konfliktforschung und Friedensarbeit), English and American Studies (Anglistik und Amerikanistik) sowie Nanosciences (Nanowissenschaften).

„Dass internationale Studierende unsere Stadt und Universität kulturell und akademisch bereichern, ist unbestritten“, sagt Benjamins. Eine Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) belege darüber hinaus ihren wirtschaftlichen Beitrag. Damit dieser auch in Osnabrück spürbar werde, müssten Stadtgesellschaft, Politik und Universität gemeinsam für gute Studien- und Lebensbedingungen sorgen.

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