Osnabrück  Niedersachsenderby und Topspiel in einem: Panthers Osnabrück reisen nach Hannover

Sven Schüer
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Von Sven Schüer
| 30.10.2025 11:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Panthers Osnabrück gegen TK Hannover: ein traditionell hart umkämpftes Duell in der DBBL. Foto: Helmut Kemme
Panthers Osnabrück gegen TK Hannover: ein traditionell hart umkämpftes Duell in der DBBL. Foto: Helmut Kemme
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Wer darf nach oben schauen, wer muss nach unten blicken? Das kommende Wochenende hat wegweisenden Charakter für die hochklassigen Hallensport-Teams der Region. Besonders spannend ist die Aufgabe der Panthers Osnabrück im Derby.

Zwei hochklassige Basketball-Teams aus der Region sind am Wochenende in Heimspielen gefordert: Während die Artland Dragons gegen Aufsteiger Paderborn wieder in die Erfolgsspur zurückwollen, kann der BBC Osnabrück seinen Traumstart weiter ausbauen. Die Panthers Osnabrück reisen zum Basketball-Derby und Spitzenspiel nach Hannover, die Volleyballteams des VfL Lintorf und des VC Osnabrück sind derweil in kniffligen Auswärtsspielen gefordert.

Ein echtes Spitzenspiel bestreiten die Bundesliga-Basketballerinnen der Osnabrück Panthers im Derby bei den TK Hannover Luchsen. Die Gastgeberinnen aus der Landeshauptstadt liegen auf dem zweiten Platz der DBBL, haben die Meisterinnen aus Keltern geschlagen und erst ein Spiel mit einem Punkt gegen Saarlouis verloren. Die Panthers rangieren nach dem Sieg gegen Marburg am vergangenen Wochenende zwei Plätze dahinter.

„Das wird ein sehr schweres Derby, aber wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen in Hannover gemacht“, weiß Panthers-Trainer Sasa Cuic und ergänzt: „Sie haben drei starke Ausländerinnen, die oft auf den Korb werfen. Aber wir haben auch unsere Waffen und müssen sie als Mannschaft verteidigen.“ Personell gibt es einige Fragezeichen wegen Krankheiten und kleineren Blessuren. Cuic hofft aber, dass sich die Situation bis Sonntag entspannt.

Am letzten Wochenende bekamen die Zweitliga-Basketballer der Artland Dragons im Heimspiel gegen Aufstiegsfavorit Göttingen eine Lehrstunde verpasst. Im nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger Paderborn Baskets wollen die Drachen wieder in die Erfolgsspur zurück. „Wir haben gegen Göttingen gesehen, dass Schwächephasen in dieser Liga von jedem Team bestraft werde. Uns hat streckenweise die offensive Struktur gefehlt. Daran arbeiten wir diese Woche im Training“, sagt Coach Hendrik Gruhn.

Große Änderungen will er von seinem Team am Samstag nicht sehen: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Den Gegner aus Paderborn schätzt Gruhn stark ein: „Sie kommen über Intensität und Aggressivität und hauen alles rein. Das will ich auch von meinen Jungs sehen. Wir müssen bereit dafür sein. Dann können wir unseren Fans ein schönes Erlebnis in eigener Halle bieten.“

Die Euphorie bei den perfekt gestarteten Zweitliga-Basketballerinnen des BBC Osnabrück ist groß. Nach einem spielfreien Wochenende empfangen die zweitplatzierten Black Bulls nun die Talents BonnRhöndorf in der Schlosswallhalle, die zwei der letzten drei Spiele verloren haben. Die Pause tat der personellen Lage gut, betont Trainer Radion Gross: Melina Hagenhoff kehrt voll einsatzfähig in den Kader zurück. Dafür steht ein Fragezeichen hinter der Belastbarkeit Tonia Dölle. Charlotte Kreuzhermes fehlt zudem sicher. „Wir dürfen nicht auf die Ergebnisse von Bonn aus den letzten Spielen gucken. Sie sind ein gefährliches Team, aus dem keine Spielerin hervorsticht. Wir müssen uns auf uns konzentrieren“, sagt Gross. Das Spiel wurde auf Wunsch der Gäste kurzfristig von 16 auf 17.30 Uhr verlegt.

Platzt der Knoten endlich für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück? Trotz zweier starker Sätze musste sich der Aufsteiger zuletzt Potsdam II in eigener Halle geschlagen geben. Nun geht es zum ebenfalls noch sieglosen BSV Ostbevern, der in dieser Saison erst einen Satz für sich entscheiden konnte. In allen bisherigen Partien war das Team der VCO-Trainer Gunnar Kraus und Philipp Quistorff, der nach Kurzurlaub wieder mit dabei ist, nicht chancenlos, zu etwas Zählbaren hat es trotzdem nicht gereicht.

„Für uns als Aufsteiger ist es normaler, dass man erstmal Lehrgeld bezahlt. Ostbevern stand letztes Jahr im Tabellenmittelfeld, deshalb haben die mehr Druck als wir. Wir wollen konstant unsere Leistung bringen und dann schauen, wofür es reicht“, sagt Kraus.

Zum dritten Mal in Folge müssen die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf auswärts antreten: Sonntag steht eine weite Reise zum PTSV Aachen an, der seit dem ersten Spieltag auf einen Sieg wartet. Der personell gebeutelte VfL ist auf der anderen Seite seit zwei Spielen ohne Sieg. „Wir wollen in Aachen vernünftig auftreten und versuchen, den Sieg zu holen. Aachen spielt sehr physisch und dominant über die Mitte. Wir müssen genug Aufschlagdruck erzeugen, damit sie nicht frei spielen können“, sagt Trainer Ewald Derksen.

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