Geflügelpest  Schon mehr als 209.000 Puten gekeult

Horst Kruse
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Von Horst Kruse
| 12.11.2025 16:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Es wurden Schutz- und Sperrzonen eingerichtet. Symbolfoto: DPA
Es wurden Schutz- und Sperrzonen eingerichtet. Symbolfoto: DPA
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Die Geflügelpest hält den Landkreis Cloppenburg weiter in Atem. In Garrel wurden zwei weitere Putenbetriebe vom Virus H5N1 getroffen. Auch im Landkreis Oldenburg gibt es einen neuen Fall.

Landkreis Cloppenburg - Die Serie der Geflügelpest-Ausbrüche im Landkreis Cloppenburg reißt nicht ab: In der Gemeinde Garrel wurden zwei weitere Putenbetriebe positiv auf die hochpathogene aviäre Influenza (H5N1) getestet. Das teilte Pressesprecher Frank Beumker vom Landkreis Cloppenburg am Mittwoch, 12. November 2025, mit.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat die Ausbrüche amtlich bestätigt. Die betroffenen Bestände mit 11.100 Puten, die 14 Wochen alt waren, und 10.000 Puten, die 21 Wochen alte waren, wurden bereits tierschutzgerecht getötet, so Beumker.

Mehr als 214.000 Puten und Enten gekeult

Damit steigt die Zahl der betroffenen Betriebe im Landkreis Cloppenburg seit dem 15. Oktober auf 20. Insgesamt mussten bislang 209.000 Puten und 5.300 Enten gekeult werden.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat der Landkreis Cloppenburg zwei neue tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügungen erlassen. Ab Donnerstag, 13. November, 0.00 Uhr, gelten rund um die betroffenen Betriebe in Garrel neue Sperrzonen: Die Schutzzone umfasst Gebiete in den Gemeinden Bösel und Garrel, die Überwachungszone zusätzlich Teile der Gemeinden Bösel, Emstek, Garrel und Molbergen sowie die Städte Cloppenburg und Friesoythe.

Geflügelpest auch im Landkreis Oldenburg

Auch im benachbarten Landkreis Oldenburg wurde am 12. November ein Ausbruch der Geflügelpest in einem Nutzgeflügelbestand in der Gemeinde Großenkneten amtlich festgestellt. Als Anschluss-Sperrzone wurden auch im Landkreis Cloppenburg Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet. Die Schutzzone betrifft Gebiete in der Gemeinde Emstek, die Überwachungszone zusätzlich die Gemeinden Cappeln, Emstek und Garrel sowie die Stadt Cloppenburg.

In allen Sperrzonen ist die Teilausstallung von Geflügel untersagt. Geflügelausstellungen, -märkte und ähnliche Veranstaltungen bleiben verboten. Die Behörden appellieren weiterhin an alle Geflügelhalter, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten und verdächtige Krankheitsanzeichen umgehend zu melden.

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