Osnabrück  Mit einem zerschossenen Krankenwagen: Viktor Adolf hält Mahnwache vor dem Alando ab

Noah Schnarre
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Von Noah Schnarre
| 15.11.2025 17:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Anti-Party-Protest: Ein zerschossener Krankenwagen aus der Ukraine vor dem Alando Osnabrück. Foto: Swaantje Hehmann
Anti-Party-Protest: Ein zerschossener Krankenwagen aus der Ukraine vor dem Alando Osnabrück. Foto: Swaantje Hehmann
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Mit einem zerschossenen Krankenwagen aus der Ukraine demonstriert Viktor Adolf am Freitag und Samstag, 14. und 15. November, vor dem Alando in Osnabrück. Er will damit ein Zeichen gegen die „Russian Sensation“-Party setzen.

Viktor Adolf hatte es vorab angekündigt: Sollte sich nichts an dem Namen der „Russian Sensation“-Party ändern, werde er am Freitag- und Samstagabend, 14. und 15. November, eine Mahnwache vor dem Alando in Osnabrück abhalten. So kam es dann auch.

Mit einem von Kugeln durchsiebten Krankenwagen aus der Ukraine stand er mit einer handvoll weiterer Demonstranten am Freitagabend vor dem Osnabrücker Club, um gegen die Veranstaltungsreihe zu demonstrieren.

Sein Vorwurf: Auf der Party, die vormals im mittlerweile geschlossenen Virage stattfand, werde nicht nur zu osteuropäischer Musik gefeiert, sondern auch russische Propaganda verbreitet und offen mit Putins Herrschaft in Russland sympathisiert.

Alando-Chef Frederik Heede stellte gegenüber unserer Redaktion klar, dass dafür kein Platz im Alando sei. Bei jeglicher Sympathiebekundung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine werde man einschreiten.

Viktor Adolf reicht das nicht. „Ich selbst mag auch die Musik, die da gespielt wird“, sagte er am Rande der Mahnwache am Freitag. „Aber der Name muss sich ändern. Der jetzige glorifiziert ein Russland und einen Krieg, in dem täglich Menschen sterben.“ Auch am Samstag, am Tag der ausverkauften Veranstaltung, will Adolf den zerschossenen Krankenwagen erneut vor das Alando stellen.

Frederik Heede betont, dass es mehrere Gesprächsangebote an Adolf gegeben habe, an denen das Alando, der Veranstalter „Next Choice“ und ein ukrainischer DJ, der an diesem Abend auflegen wird, teilgenommen hätten. Viktor Adolf sei zu keinem der Termine erschienen.

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