Osnabrück Hallensport-Highlights: Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück jubeln nach einem Krimi
Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück erkämpfen sich einen Pflichtsieg, während die Artland Dragons einen Kantersieg feiern. Feierstimmung herrscht auch bei Volleyball-Zweitligist VC Osnabrück nach dem Kellerduell gegen Cottbus, während der VfL Lintorf in der 3. Liga den Negativtrend beendet. Einzig die Handballer des TV Bissendorf-Holte verlieren.
Im Basketball feiern die Artland Dragons den sechsten Sieg im neunten Spiel, während der BBC Osnabrück denkbar knapp gegen Braunschweig gewinnt. Die Volleyballerinnen des VC Osnabrück fertigen Cottbus daheim im Schnellverfahren ab und feiern den zweiten Sieg in der 2. Liga. Auch die Volleyballer des VfL Lintorf sind wieder in der Spur. Derweil verlieren die Handballer des TV Bissendorf-Holte in Spenge. Die Hallensport-Highlights des Wochenendes im Raum Osnabrück.
Die Artland Dragons setzen ihre positive Entwicklung in der ProA eindrucksvoll weiter. Eine Woche nach dem dramatischen 110:109-Sieg gegen Tabellenführer Hagen, erzielten die Quakenbrücker Basketballer sogar noch drei Punkte mehr. Dennoch lagen die Dinge etwas anders, denn die Dragons gewannen bei den EPG Baskets Koblenz sehr deutlich mit 113:83 (52:31). Ein Ergebnis, das durchaus den Spielverlauf spiegelt, denn die Drachen waren nach etwas holprigem Start schnell das komplett dominierende Team.
Während auf Koblenzer Seite im Grunde nur Aleksa Kovacevic (42 Punkte) richtig dagegenhielt, riefen die Dragons mal wieder eine saubere Teamleistung ab. Alle zehn Spieler punkteten, ließen den Ball gut laufen und verteidigten aufmerksam, bis die Partie entschieden war. Und doch ragte ein Spieler noch einmal etwas heraus aus dem Kollektiv: Ben Burnham. 23 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists und 4 Steals bei einer Wurfquote von 10/11 und das in gerade einmal 20 Minuten Einsatzzeit sind einfach herausragend. Ebenfalls zweistellig punkteten außerdem Amir Hinton (22), Dominik Dolic (15), Fynn Lastring (13), Nate Petrone (12) und Timo Lanmüller (11).
Mit dem sechsten Sieg im neunten Spiel setzen sich die Dragons als Fünfter erstmal etwas in den Playoffrängen fest. Das geht auch völlig in Ordnung so, denn die Quakenbrücker spielen eine echt gute Saison und vor allem ist eine klar positive Entwicklung zu erkennen. Weiter geht es am kommenden Sonntag (18 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei den Bayer Giants Leverkusen.
Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Die Black Bulls haben am Sonntagnachmittag das Heimspiel in der 2. DBBL Nord gegen Eintracht Braunschweig hauchdünn mit 71:70 (27:22, 10:18, 18:13, 16:17) gewonnen. Durch den siebten Erfolg im achten Match der Saison verbessert sich der BBC auf den zweiten Tabellenplatz. Topscorerinnen gegen den Drittletzten der Tabelle waren Melina Hagenhoff mit 19 und Anne Potratz-Bramscher mit 17 Punkten.
Potratz-Bramscher war es auch, die den letzten Wurf zum hart errungenen Sieg verwandelte. Und zuvor hatte Hagenhoff dafür gesorgt, das Momentum des Gegners im dritten Viertel abzuwürgen. „Wir sind sehr erleichtert über den Pflichtsieg. Allerdings war es eine Gefühlsachterbahn, denn Tonia Dölle hat sich im ersten Viertel verletzt“, sagte Trainer Radion Gross. Die Leistungsträgerin konnte danach nicht mehr weiterspielen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Das spielfreie nächste Wochenende kommt dem BBC gelegen, damit sich neben Dölle auch Charlotte Kreuzhermes weiter erholen kann.
Trendumkehr geglückt: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge haben die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf am Sonntagnachmittag in eigener Halle Schlusslicht SVG Lüneburg II mit 3:1 Sätzen (21:25, 25:23, 36:34, 25:22) geschlagen. Dabei gelang den Wittlagern nach dem Verlust des ersten Satzes die Wende. Der dritte Durchgang hatte es in sich und ging mit 36:34 an die Gastgeber. Thies Meyer verwandelte den Satzball im Endlos-Satz mit einem Ass und wurde später zum wertvollsten Spieler gewählt.
„Die Auszeichnung hat sich Thies verdient, er hat viele Punkte gemacht“, berichtete Ewald Derksen. Das Resümee des VfL-Trainers: „Wir haben drei wichtige Punkte mitgenommen. Zwar war teils noch viel Hektik im Spiel, aber unsere Leistungen wurden konstanter, wenn es zum Ende der Sätze wichtig wurde.“
Durch den vierten Sieg im achten Spiel klettert der VfL mit nunmehr 13 Punkten vom achten auf den fünften Tabellenplatz. Lintorf will direkt im nächsten Heimspiel am 22. November gegen Delbrück nachlegen.
Es ging am Samstagabend im richtungsweisenden Kellerduell im Expresstempo: Die Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben in 64 Spielminuten gegen Energie Cottbus ein 3:0 (25:12, 25:20, 25:13) eingefahren. Für das Team des Trainerduos Gunnar Kraus/Philippe Quistorff war es nach dem Erfolg in Bonn der erste Zweitliga-Sieg vor heimischem Publikum. Die MVP-Goldmedaille erhielt Lisanne Masselink.
Die gut gefüllte Schlosswallhalle brodelte, denn mit einem solch klaren Spielverlauf hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. Dementsprechend gut gelaunt meinte VCO-Coach Philippe Quistorff: „Es war absolut gut, wie wir heute gespielt haben, von Anfang bis Ende. Die Aufschläge waren klasse, wir haben super geblockt. Es gab einzelne Aktionen vom Feinsten.“ Kapitänin Masselink zeigte sich gleichermaßen beeindruckt von der starken Teamvorstellung: „Wir sind so erleichtert, weil wir den Sieg so nötig gehabt haben und dann so souverän spielen.“ Der Aufsteiger ist mit nun fünf Punkten aus sechs Spielen Tabellenelfter.
Die VCO-Volleyballerinnen dürften daher mit viel Selbstvertrauen zum nächsten Spiel am 23. November bei Topteam Hildesheim fahren.
Die Handballer des TV Bissendorf-Holte haben am Samstagabend in der 3. Liga trotz ansprechender Offensivleistung beim TuS Spenge mit 32:37 verloren. Die Gäste hielten vor 550 Zuschauern in Ostwestfalen lange gut mit, lagen über weite Strecken der ersten Hälfte knapp in Führung. Zur Pause war dann der Gastgeber 21:20 in Front. Auch im zweiten Abschnitt bot der TVBH dem Tabellensechsten lange Paroli. Bester Bissendorfer Werfer war am Ende Christian Rußwinkel mit acht Toren.
„Bis zur 50. Minute machen wir es richtig gut, gerade auch im Angriff. Aber TuS hat einfach diese Qualität im Eins-gegen-eins. Wenn wir in gewissen Situationen noch etwas besser verteidigen, dann geht so ein Spiel wahrscheinlich anders aus“, kommentiert Trainer Timon Döring den Auftritt seines Teams.
Bissendorf kommt nach zwölf Partien auf 5:19 Punkte und bleibt damit im Tabellenkeller. Das nächste Spiel steht am 23. November in eigener Halle gegen GWD Minden II an.