Hamburg Dschungelcamp als Geldbeschaffung? Ex-„Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer macht Renten-Beichte
Jan Hofer, bekannt als langjähriges Gesicht der „Tagesschau“, spricht überraschend offen über die finanziellen und physischen Belastungen seines früheren Berufsalltags.
Der ehemalige „Tagesschau“-Chefsprecher Jan Hofer (75), der insgesamt 35 Jahre lang für die ARD-Nachrichtensendung vor der Kamera stand und vor einem Jahr seine Moderation bei „RTL Direkt“ beendete, hat überraschend offene Einblicke in seine finanzielle Situation und die Belastung seines früheren „Knochenjobs“ gegeben. Entgegen der weitläufigen Annahme, der prominente Nachrichtensprecher würde seinen Ruhestand in „Saus und Braus“ verbringen, fällt Hofers Rente überschaubar aus.
„Für die täglichen Kosten reicht die Rente ganz knapp“, sagte Hofer der „Bild“. Er erklärte, dass er als Nachrichtensprecher freiberuflich tätig gewesen sei und kein festes Monatsgehalt bezogen habe, sondern pro Folge bezahlt wurde. Das höchste Honorar für die prestigeträchtige 20-Uhr-Ausgabe habe demnach bei etwa 260 Euro gelegen.
Hofer bilanzierte: „Insgesamt kann man von den Einnahmen als ‚Tagesschau‘-Sprecher ordentlich leben, reich werden kann man nicht. Es entspricht dem Gehalt eines gut bezahlten Angestellten.“
Der Ex-Sprecher beschrieb die Arbeitsbedingungen als „Knochenjob“. Die ständige, anspruchsvolle Bereitschaft sei die größte Belastung gewesen: „Die ständige Bereitschaft, Tag und Nacht. Wenn Kollegen krank wurden oder auch mal einfach so nicht erschienen sind, musste meistens ich ran.“ Diese hohe Anspruchshaltung hatte bereits 2019 dramatische Folgen, als Hofer vor laufender Kamera am Pult zusammenbrach. Ursache war eine verschleppte Grippe, die dem Moderator buchstäblich die Beine wegzog.
Eine Aufbesserung der Rente durch eine Teilnahme an Reality-Formaten lehnt der 75-Jährige indes strikt ab. Hofer erteilte einer Dschungelcamp-Teilnahme, wie sie seine frühere Kollegin Susan Stahnke wagte, eine klare Absage. „Wenn ich in den Dschungel gehe, lässt meine Frau sich scheiden.“ Seine Frau mache allerdings eine humorvolle Ausnahme: „Schatz, für zwei Millionen würde ich dich trotzdem nach Australien verschachern!“, zitiert Hofer sie.