Osnabrück Lyrastraße in Osnabrück bald keine Fahrradstraße mehr
Die Lyrastraße wurde 2021 zu Osnabrücks fünfter Fahrradstraße. Wenn im nächsten Jahr der Umbau des Neumarktes startet, wird sie das über Jahre wohl nicht mehr sein.
Ende 2026 soll es endgültig losgehen: Der Neumarkt in Osnabrück wird umgestaltet. Im Stadtentwicklungsausschuss war jetzt zu erfahren: Während der Bauarbeiten wird die Lyrastraße wohl keine Fahrradstraße bleiben. Das berichtete die Verwaltung dem Ausschuss, als es eigentlich nur um die Mittelfreigabe für Planung und Bau des Neumarkts ging.
Die Vorlage für die Politik widmet diesem Aspekt lediglich einen Halbsatz in Klammern: „bauzeitliche Aufhebung der Fahrradstraße in der Lyrastraße“. Sie ist seit Juni 2021 eine solche.
Denn mit Start der Hauptarbeiten wird der Neumarkt für Autofahrer gesperrt. Radfahrer und Fußgänger werden den zentralen Platzt auch während der Arbeiten passieren können. Auch die Busse rollen weiter auf der Ost-West-Achse – nicht aber durch die Johannisstraße. Es braucht also Umleitungen.
Die kalkulierten Kosten für den Umbau des Neumarkts sowie Teile der Johannisstraße und des Kollegienwalls haben sich seit 2019 mit 27,7 Millionen Euro derweil mehr als verdoppelt. Diese Zahl sei aber „durchaus belastbar“, versicherte Mike Bohne, Leiter des Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen, dem Ausschuss.
Voraussichtlich im November kommenden Jahres soll es mit dem Umbau des Neumarkts so richtig losgehen – diverse vorbereitende Maßnahmen starten im März. Bis Ende 2029 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Danach wird der Neumarkt nicht wieder für den motorisierten Individualverkehr geöffnet. Ein Teil der Busse rollt weiterhin über ihn, der Großteil durch die Johannisfreiheit. Radfahrer und Fußgänger dürfen den Platz in beide Richtungen passieren.
Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat übrigens die Freigabe der Mittel, der am 9. Dezember das letzte Wort haben wird.